Baumeisterin der Ausbildungsstruktur

Hin und wieder findet Theresa Lagler Zeit, an einer Regatta teilzunehmen; so wie hier mit dem Team von Bienne Voile an der Sailing Arabia Tour 2015. © zvg

Im Oktober 2011 hat Theresa Lagler als eine der Ersten überhaupt die Trainerlizenz B von Swiss Sailing erhalten. Damals hatte sie noch keine Ahnung, dass sie ab Sommer 2015 zu den zukunftsbestimmenden Personen in Sachen Ausbildung für den Segelsport in der Schweiz gehören wird.

„Wenn sie Trainings leitet, dann verlangt sie Aufmerksamkeit und Engagement“, so etwa heisst es aus dem Umfeld von Theresa Lagler, die seit Beginn ihrer seglerischen Laufbahn Mitglied beim Zürcher Segelclub (ZSC) ist. Genau diese Fokussierung fordert sie auch von sich selbst.

Ausgewiesene Fachfrau

Das Studium der Sportwissenschaften hat die Zürcherin in Bern absolviert, seit 2004 ist sie J+S-Leiterin, seit 2009 J+S-Expertin. Zwei Jahre später beendete sie erfolgreich die Trainerlizenz B und erst im Juni die Prüfung als „Trainerin Leistungssport mit eidg. Fachausweis“. Neben den theoretischen Leistungsausweisen kann die 33-Jährige schon auf eine beeindruckende Trainerkarriere zurückblicken. Sie ist Cheftrainerin beim ZSC, stellvertretende Disziplinenchefin Segeln beim Akademischen Sportverband Zürich und arbeitet in der gleichen Funktion ehrenamtlich auch beim Schweizer Hochschulsportverband. In dieser Funktion war sie mit der Schweizer Segeldelegation an der Universiade 2011 in Shenzhen (CHN). Seit mehreren Jahren arbeitet Theresa Lagler Teilzeit als Lasertrainerin des SSTR5 (Swiss Sailing Team Region 5).

Baumeisterin der Ausbildungsstruktur

„Bezüglich Ausbildung im Segelsport gibt es in der Schweiz bereits einige gut verankerte und ausgezeichnete Angebote. Ich bin der Ansicht, dass hier noch einiges an Synergien freigesetzt werden kann – und dies ist eine der Aufgaben, die mich reizen“, so die Chefin Ausbildung (J+S, esa und Trainer), die gleichzeitig auch noch Fachleiterin Segeln bei J+S ist. Theresa Lagler hat einen Vertrag über 55 Stellenprozent, wenig Zeit also für eine lange Wunschliste. So will sie sich unter anderem noch dieses Jahr auf die Suche nach neuen J+S Experten machen und in Sachen esa (Erwachsenensport Schweiz für Breiten- und Freizeitsport) neue Impulse setzen. Ihr Fernziel ist es, die bereits bestehenden unterschiedlichen Bausteine zu einer Ausbildungsstruktur zusammenzufügen.