Noch ein Monat bis zum Bol d’Or Mirabaud!

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Der Startschuss zur grössten Binnenseeregatta der Welt steht kurz bevor. In genau 31 Tagen werden mehr als 3000 Seglerinnen und Segler die Startlinie zu diesem legendären Rennen kreuzen, das sich im Laufe der Jahre zu einem grossen Fest für den Genfersee und den Schweizer Segelsport entwickelt hat. Entdecken Sie mit uns die bevorstehenden Herausforderungen und Highlights des 81. Bol d’Or Mirabaud.

Bricht für die D35 das letzte Jahr ihrer Überlegenheit in der Königsregatta auf dem Genfersee an? «2019 ist das letzte Jahr der D35-Meisterschaft, nicht der D35», hält der siebenfache Sieger Christian Wahl dagegen. Denn auch wenn ein Grossteil der Boote nächstes Jahr in Ungarn sein wird, könnten andere dem Genfersee durchaus auch in den nächsten Jahren treu bleiben. Doch vor dem angekündigten – beziehungsweise vermuteten – Anbruch der neuen TF35-Ära werden die D35 dieses Jahr ihren Konkurrenten das Leben noch einmal so schwer wie möglich machen. Es geht um nichts weniger, als in der letzten Meisterschaft eine maximale Punktezahl einzukassieren und dem Publikum eine Show zu bieten, deren Geheimnis sie alleine kennen! Vergessen wir dabei aber nicht, dass auch einige Aussenseiter Anspruch auf den Titel erheben werden, sofern das Wetter mitspielt. Man denke dabei an einen GC32 oder auch den berühmten Ventilo M1 Safram von Rodolphe Gautier, dem OK-Präsidenten.

Nicht zuletzt dank dessen Einsatz hat sich der Bol d’Or Mirabaud im Laufe der Jahre zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt. Mit dem erklärten Ziel, weit mehr als «nur» Segler anzulocken, finden während des ganzen Wochenendes Animationen in der Société Nautique de Genève statt, die aus diesem Anlass öffentlich zugänglich sein wird. Im Start-Village erwarten verschiedenste Stände die Besucher und am Freitag- und Samstagabend werden zwei Live-Konzerte auf der Brücke der legendären Neptune, die am Quai d’Honneur liegen wird, für Stimmung sorgen.

Bei den Einrümpfern wird bei guten Windverhältnissen zudem der Monofoil Gonet von Eric Monnin seine Ansprüche geltend machen – ganz zu schweigen vom Kampf um den Bol de Vermeil zwischen den ungarischen Psaros 40, den italienischen Libera und dem Dutzend Psaros33, der garantiert bei jedem Wetter unerbittlich sein wird!

Letzte Woche wurde die Marke der 100 Anmeldungen geknackt. So darf man sich bereits jetzt auf das grosse Teilnehmerfeld freuen, das die Grössenordnung der letztjährigen Ausgabe erreichen dürfte, also etwas mehr als 560 Boote an der Startlinie. Ein grosser Erfolg, der sich auch in der hohen Beteiligung der Königsklasse zeigt, der Surprise. Sie hatte letztes Jahr 121 Boote am Start. Bringt 2019 vielleicht sogar einen neuen Teilnehmerrekord dieser Monotypen? Eines steht fest: An dieser Regatta wird für zahlreiche Überraschungen gesorgt sein, denn die Titelsponsorin Banque Mirabaud feiert ihr 200-jähriges Bestehen. Sie hat bereits verlauten lassen, dass sich aus diesem Grund das 200. Boot, das ins Ziel einlaufen wird, auf einen ganz besonderen Preis freuen darf. Diese Motivation dürfte die ganze Flotte zusätzlich beflügeln!