Hut ab, Alan Roura!

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Seit seinem eindrücklichen 7. Platz bei der Route du Rhum wusste man, dass Alan Roura im Aufwind ist. Nun hat er einmal mehr mit einer handfesten Überraschung auf sich aufmerksam gemacht: einem neuen Rekord bei der Solo-Nordatlantiküberquerung im Monorumpfboot. Beifall haben sich auch noch andere Schweizer verdient: Die jungen Segler vom CER, dem Genfer Centre d’Entraînement à la Régate, schnitten am letzten Wochenende bei der Tour Voile in Nizza ausgezeichnet ab.

Letzten Freitag überfuhr Alan Roura die Ziellinie zwischen dem Lizard Point und Ouessant. Die heftigen Bedingungen bei der Überfahrt waren ganz nach dem Geschmack des Schweizer Seglers, der für seine Zähigkeit und Unerschrockenheit bekannt ist. Bei seinem Start in New York profitierte er von einer Kaltfront, um Vollgas in Richtung des Alten Kontinents zu geben. So war Alan am Anfang der Strecke bei rauer See mit 30 Knoten unterwegs. Nachdem er in den ersten Tagen deutlich von der Luftlinie abgewichen war, betrug sein Rückstand am Ende von Tag zwei fast 130 Meilen. Doch auch bei stürmischem Wetter liess er nicht nach und machte diesen Rückstand schliesslich wieder wett. Auf der gesamten Überquerung benötigte Alan nur zwei Halsen. Dank der guten Streckenführung kam er nach 7 Tagen, 16 Stunden und 55 Minuten am Ziel an. Damit benötigte er 12 Stunden und 25 Minuten weniger als der bisherige Rekordhalter Marc Guillemot. Übrigens hielt mit Bernard Stamm im Jahr 2012 schon einmal ein Schweizer diesen Rekord!

Edito-photo dernier paragrapheErfolg für das CER

Im Juli haben auch andere Schweizer ihre Bewährungsproben bestanden. So schlossen die jungen Segler vom CER an ihre ausgezeichnete Leistung vom Vorjahr an und wurden Achte der Tour Voile und Erste der Amateur-Wertung. Dabei stach die von Victor Casas gesteuerte Diam 24 mit einem 4. Platz beim Superfinal und einem 2. Platz bei der Etappe vom 14. Juli besonders heraus. Die jungen Segelasse aus Genf wollen hoch hinaus. Und dank ihrer Beharrlichkeit werden sie bei diesem Wettbewerb von Jahr zu Jahr stärker. Das CEM hatte übrigens noch ein zweites Boot ins Rennen geschickt, mit einer im Durchschnitt 20 Jahre alten Crew. Mit dem Nachwuchs ist also zu rechnen, auch wenn die Platzierung des Bootes dieses Mal noch eher mittelmässig war.