Hochseeregatta: Roura bei den Grossen

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Nach seiner brillant gesegelten Vendée Globe setzt der junge Genfer seine vielversprechende Karriere mit Unterstützung von La Fabrique fort. Das Waadtländer Unternehmen hat sich für vier Jahre verpflichtet und begleitet Roura bei der Vorbereitung auf die Vendée Globe 2020, an der er mit seinem neuen Boot, der ehemaligen MACSF von Bertrand de Broc, teilnehmen will.

Roura1„Ich habe mich für dieses Boot entschieden, weil es gut konzipiert ist. Man kann es mit Foils erweitern, ohne dass der Rumpf gross verändert werden muss. Das war mir wichtig. Es hat zwar die letzte Vendée Globe nicht zu Ende gesegelt, aber seither wurde so ziemlich alles geändert: der Mast, die Segel, das Rigg und die Elektronik. Jetzt hat das Boot eine gesunde Basis und einen hervorragenden Rumpf.“ Roura war sichtlich guter Laune und voller Zuversicht, als er sich Mitte Mai bei seinem treuen Sponsor in Champagne (VD) so lobend über sein Boot äusserte. Ähnlich positiv gab sich auch Cyril Cornu, der Geschäftsführer von La Fabrique: „Mit diesem Boot der Generation 2008 haben wir uns für eine Kompromisslösung entschieden, die aber durchaus konkurrenzfähig ist. Für die Vendée Globe werden wir es mit Foils ausstatten. Wir dachten gleich wie Alan und streben ein Projekt mit mehr Erfolgschancen an. Für 2020 haben wir uns eine Top-10- oder Top-5-Platzierung zum Ziel gesetzt, das hängt von der Anzahl Boote ab, die bis dahin gebaut werden.“
In den drei kommenden Jahren wird Alan an mehreren bedeutenden Regatten teilnehmen. Auf dem Programm stehen zwei Transat Jacques Vabre, eine Route du Rhum und mehrere weitere grosse Rennen, welche stehen noch nicht fest. Derzeit wird die 2007 nach Plänen von Finot für Armel Le Cléac’h gebaute 60-Fuss-Jacht in der Multiplast-Werft in Vannes fertiggestellt. Bertrand de Broc hatte sie 2012 übernommen und war mit ihr in den Farben von Votre Nom Autour du Monde (9. Platz an der Vendée Globe 2012/2013 und 6. Platz an der Transat Jacques Vabre 2013) und MACSF (10. Platz an der Transat Jacques Vabre 2015 und vorzeitiges Aus an der Vendée Globe 2016) gesegelt.

Ein Team für die Vendée Globe 2020

Auf die Frage, wie er sich organisieren wird, meinte Roura: „Das Team der Vendée 2016 bleibt bestehen. Gilles Avril leitet den technischen Bereich, Alexis Monier kümmert sich um die technische Vorbereitung und Aurélia Mouraud um die Kommunikation. Zusätzlich haben wir Laëtitia Brière als Projektleiterin, Antoine Riou als Boat Captain und einen weiteren technischen Mitarbeiter engagiert. Alle arbeiten Vollzeit. Wenn wir mit den grossen Arbeiten beginnen, kommt noch ein Ingenieur dazu. Neu ist zudem, dass ich wirklich Skipper sein und mich total auf meine Vorbereitung konzentrieren kann.“