Gute Resultate der Schweizer anlässlich der Isaf Weltmeisterschaften in Perth

 

 

 

 

 

 

Die Schweizer Segler haben anlässlich der ersten Qualifikationsregatten im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2012 von London ermutigende Resultate erzielt. Die besten Vertreter aus der Schweiz in den Bootsklassen Star, Windsurfing RS:X, 470er Männer, Laser Standard und Laser Radial haben die Nationenqualifikation oder die Qualifikationskriterien von Swiss Olympic erfüllt.

Die besten Schweizer Segler in den olympischen Disziplinen waren in den vergangenen zwei Wochen in Perth, Australien, vor Ort anlässlich der Weltmeisterschaften des internationalen Segelverbandes (ISAF).

Keiner der Schweizer Teilnehmer schaffte es, sich unter den besten 5 zu qualifizieren und damit ein direktes Ticket zu den Olympischen Spielen zu ergattern. Hingegen gelang es diversen Athleten des Swiss Sailing Teams die Nationenqualifikation oder die Qualifikationskriterien von Swiss Olympic zu erfüllen, womit ein wichtiger Schritt hinsichtlich einer Teilnahme an den Olympischen Spielen gemacht wurde.

Die Weltmeisterschaften vereinten mehr als 1’100 Athleten aus insgesamt 78 Nationen. Die Regatten fanden unter sehr wechselhaften Bedingungen statt, zum Teil sehr instabilen Wetterverhältnissen geprägt von leichten Winden bis hin zu plötzlich auftretenden Sturmböen, und auch der als „Doktor Freemantle“ bekannte, lokal auftretende, thermische Wind machte an den schönen Tagen seinem Namen alle Ehre.

Nathalie Brugger, die Laser Radial Seglerin aus Estavayer-le-Lac, erreichte zwei wichtige Etappenziele. Indem sie in der Nationenwertung einen 11. Rang ersegelte, sicherte sie dem Laser Radial für den kommenden Sommer in London einen Startplatz und erfüllte damit die Selektionskriterien von Swiss Olympic. „Für mich haben diese Weltmeisterschaften nicht optimal begonnen, da ich zu Beginn mit den schwierigen Windbedingungen nicht gut umgehen konnte“, sagt sie. „Doch jetzt bin ich ziemlich zufrieden, denn anlässlich der letzten beiden Wettfahrten gelang es mir, auf meinem Niveau zu segeln und mich gegenüber den momentan besten Regattaseglern der Welt zu behaupten.“

Eine Qualifikation „auf den Punkt“ gelang dem Duo Flavio Marazzi und Enrico De Maria, welches bis zum allerletzten Lauf hart kämpfen mussten. Zweimalig mit einer Disqualifikation wegen „Rocking“ gestraft – einer verbotenen vortriebsteigenden Art das Boot zu schaukeln – erreichten sie schliesslich den 11. Nationenrang im Gesamtklassement (die besten 12 qualifizierten sich). Mission erfüllt.

Die Mehrheit der Schweizer sind nicht optimal in diese Meisterschaft hineingestartet, doch haben dann dank hartem Einsatz und Durchhaltewillen Lauf für Lauf die Resultate gesteigert. Der Windsurfer Richi Stauffacher bildete keine Ausnahme: Auch er musste bis zum allerletzten Wettfahrttag warten, um endlich das erleichterte „Uff – geschafft“ ausrufen zu können! Er beendete die Meisterschaft auf dem 21. Platz und brachte die Schweiz unter die besten 14 Nationen. Ähnlich sieht es für Yannick Brauchli und Romuald Hausser bei den 470ern aus. Sie profitierten von der Disqualifikation eines Gegners und konnten so den letzten Platz (in der Nationenwertung) ergattern. Sie klassierten sich auf dem 26. Schlussplatz und als 18. beste Nation.

Doch die grösste Überraschung anlässlich dieser Meisterschaft – im Hinblick auf das Gesamtklassement – gelang dem Genfer Guillaume Girod in der Laser Standard Klasse. Er wurde bester Schweizer Lasersegler und holte sich Platz zwei in der Silver Fleet, was letztlich den 51. Schlussrang bedeutete. Guillaume reiste innerhalb der Schweizer Delegation nicht als Favorit zu den Wettkämpfen an, denn seine Kollegen sind allesamt viel erfahrener. Doch nun gehört er hinsichtlich einer Qualifikation für die Olympischen Spiele zum erweitereten

Vincent Hagin, der künftige Präsident von Swiss Sailing, welcher vor Ort in Perth war, sagte: „Ich bin beeindruckt vom hohen Engagement unserer Segler. Ihr Kampfgeist ist vorbildlich und ermutigend mit nur noch sechs Monaten bis zu den Olympischen Spielen in London.“

Tom Reulein, der Chef der Schweizer Delegation, zeigt sich sehr zufrieden ob der gezeigten Resultate und vorallem über die Einstellung der Mitglieder des Swiss Sailing Team. „Unsere Athleten haben gezeigt, dass sie mental belastbar sind. Sie haben sich den schwierigen Situation gestellt und auch gemeistert Die in Perth erlangten Resultate ermöglichen ihnen ausserdem, sich weiterhin mit Zuversicht auf die Olympischen Spiele von London vorzubereiten. Wir werden in den verbleibenden Monaten sehr hart arbeiten, um eine Medaille gewinnen zu können. Doch dieses Ziel ist nach wie vor erreichbar.“