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Luxus auf 10’000 Metern: Air France fliegt First Class

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Noch nie war die Preisschere für Flugtickets so weit geöffnet wie heute. Zwischen den Billigtarifen der Low- Cost-Gesellschaften und den Business-Angeboten der Marktführer besteht ein riesiges Gefälle. Ganz oben auf der Skala steht aber noch immer die First Class, in der exklusiver Komfort ein Muss ist.

COM-P076410_-P-MarconDass die Fluggesellschaften mit allen Mitteln versuchen, einander die First-Class- Passagiere abzuwerben, ist allgemein bekannt. Nichts ist gut genug für die Gäste im Premium- Segment. Sie sollen das Gefühl haben, an Bord eines Privatjets zu reisen, und weder die Beengtheit noch die anderen Unannehmlichkeiten der heutigen Zivilluftfahrt spüren.
Air France hat sich in diesem Konkurrenzkampf zur Flucht nach vorne entschieden und 2013 damit begonnen, das Niveau segmentübergreifend zu erhöhen. Sitzkomfort, Unterhaltungsangebot, Lounges und Kundenservice sollen auf eine neue Ebene gehoben werden. Das zeigt sich schon beim Check-in und beim Transit auf dem Flughafen Roissy Charles-de- Gaulle. Wer diesbezüglich schon Unerfreuliches erlebt hat, wird die zuvorkommende Art besonders schätzen. An Bord bemühen sich Flugbegleiter um ein optimales Reiseerlebnis der Passagiere aller Kategorien. Sowohl in der Premium Economy als auch in der Business Class und erst recht in der First Class bestätigen die Rückmeldungen die klaren Verbesserungen des Services. Auf den neuen Liegesitzen der Business Class kann man sich richtig hinlegen und bequem schlafen. Air France verwöhnt die Gäste auch kulinarisch und serviert eine mehrfach preisgekrönte Gourmet-Küche.

Das Nonplusultra

Haben Sie sich noch nie gefragt, was die Business Class eigentlich von der First Class unterscheidet, abgesehen vom Preis natürlich? Für die First Class hat die französische Fluggesellschaft ein eigenes Konzept entwickelt und ihre für Langstreckenflüge eingesetzten Boeing 777- 300 mit vier 3 Quadratmeter grossen Privatabteilen ausgestattet. Sie sind von dicken Vorhängen umgeben, die an ledernen Haltern hängen, und mit ergonomischen Massagesesseln eingerichtet. Diese lassen sich zu einem vollkommen flachen Bett (2 m x 0,77 m) mit echter Matratze absenken. Ein antiallergenes Kissen, ein Federbett und eine Decke aus reiner Merinowolle machen das Schlaferlebnis perfekt. Auf eine Dusche wurde hingegen verzichtet. Sie wurde angesichts des Mehrgewichts und der Unverträglichkeit mit der Umwelt als unverhältnismässig erachtet.
Während des Fluges steht jedem Passagier ein HD-Touchscreen mit 24 Zoll (61 cm) Durchmesser zur Verfügung. Er lässt sich in zwölf Sprachen intuitiv bedienen und bietet unzählige Filme, Spiele, Musik und TV-Serien. Insgesamt hält er 1000 Stunden Unterhaltung auf Abruf bereit. In der Suite ist übrigens sogar Platz für zwei, für ein Gespräch oder ein Essen in Gesellschaft zum Beispiel. Sie lässt sich problemlos als Salon, Restaurant oder Arbeitsplatz nutzen.

Alles beginnt und endet am Boden

COM-P058411„Wussten Sie, dass unsere First-Class-Gäste ein bis zwei Stunden früher zum Flughafen kommen als nötig?“, fragt Sophie, eine der sorgfältig ausgewählten Bodenhostessen, die für den Kundenservice in Roissy zuständig sind. Eigentlich paradox, wo die Formalitäten doch erheblich vereinfacht und beschleunigt wurden. Ein Blick in die für sie reservierte Lounge liefert die Erklärung. Sie sieht aus wie die Empfangshalle eines Palasthotels mit stilvollem Design, gediegener Atmosphäre und exquisiten Speisen, die von den besten Köchen in Rekordzeit zubereitet werden. Es wäre doch zu schade, sich diese Privilegien entgehen zu lassen.
„Darf ich Ihnen unsere 30-minütige Spa-Behandlung anbieten“, erkundigt sich Sophie. Warum eigentlich nicht?! Im Spa-Bereich erläutert Valérie das Pflegeangebot. Sie preist eine feuchtigkeitsspendende Gesichtsmassage zum Schutz vor der trockenen Luft im Flugzeug an und erzählt von ihrem letzten beruflichen Highlight: „Glauben Sie mir oder nicht, aber vor einiger Zeit habe ich mich an dieser Stelle um Brad Pitt gekümmert. Er ist bei uns Stammgast. Meine Freundinnen waren gelb vor Neid. Sie meinten, ich solle meine Hände zwei Wochen nicht mehr waschen, damit sie die Erinnerung an diesen göttlichen Moment behalten.“