Jeanneau empfängt die Misses an Bord

Die Veranstalter schienen das Glück für sich gepachtet zu haben. An diesem letzten Aprilwochenende stimmte einfach alles: Die Sonne schien, es wehte ein kräftiger Wind, die  Organisation klappte reibungslos und es hatte sich ein grosses Teilnehmerfeld eingefunden. In
den letzten Jahren ist das Eignertreffen fortlaufend gewachsen.* Es werden jedes Jahr mehr
Anlegeplätze am Hafenquai beansprucht und auch der Jeanneau-Bereich vor dem Hafenamt
wird zusehends erweitert. Wo während der ersten Auflagen noch ein einfaches Gartenzelt stand, ragt jetzt ein nobles VIP-Zelt in den Himmel. Für ihr 50-jähriges Jubiläum** scheute
die Werft keine Mühe. Der Begrüssungscocktail dauerte bis zum Sonnenuntergang, die Flotte
der Rallye zwischen St. Tropez und den Stränden von Pampelonne wurde von Prestige 43 und
Prestige 50 eskortiert. Hubschrauber hielten das Geschehen aus der Luft fest. An der
Preisverleihung und dem Galadinner am Samstagabend sorgten verschiedene Animationen und Shows für die nötige Unterhaltung.

49 Fuss mindestens

Haben wir Ihnen Lust gemacht? Wenn auch Sie teilnehmen möchten, dann können Sie das problemlos tun… vorausgesetzt, Sie besitzen eine mindestens 49 Fuss grosse Jeanneau-Einheit, d.h. eine Sun Odyssey 49DS, eine Sun Odyssey 52.2, eine Sun Odyssey 54DS oder eine Prestige 50. Ein Segler aus Morges erfüllt diese Voraussetzung. Der frühere Eigner einer SO 43DS liess sich von seiner Frau überreden, auf etwas Grösseres ohne Segel umzusteigen. Seither ist er glücklicher Besitzer einer Prestige 50. Da er dennoch an der Rallye teilnehmen wollte, stellt er seine Yacht der Rennleitung zur Verfügung. Letztes Jahr war eine schweizerische 54DS am Start, im Jahr zuvor stand eine 52XR mit Carbonsegeln und -baum sowie verdoppelter Hydraulik und Winschen im Zentrum des Interesses. Dieses Jahr war es keine massangefertigte Jeanneau-Yacht, welche die Blicke auf sich zog, sondern die Kandidatinnen für die Westschweizer Misswahl 2007. Sie stammen zwar auch aus der Schweiz, doch ihre Kurven sind doch eher glamourös als hightech.

1,70 m mindestens

Der Genfer Businessmann Olivier Muller hatte letzten Winter durch die Übernahme der Organisation von Miss Suisse Romande Schlagzeilen gemacht. Seine Prioritäten bestanden darin, durch die Einbindung von Fachleuten mehr Professionalität in die Veranstaltung zu bringen und eine Road Show durch die Westschweiz auf die Beine zu stellen. Die Medien haben angebissen: Plötzlich berichteten Tageszeitungen und mehrere Radiostationen über die Miss-Kandidatinnen. Da Olivier Müller in St. Tropez auch geschäftlich tätig ist, haben er und sein Organisationsteam beschlossen, die fünfzehn Misses an diesem legendären Ort auf die grosse Wahl in Genf vorzubereiten (lesen Sie den Bericht im Magazin 30 Grad dieses Monats oder auf www.30grad.ch). Das Programm des einwöchigen Aufenthalts in St. Tropez war abwechslungsreich und intensiv und beinhaltete auch ein Fotoshooting auf den Yachten. Da es terminlich mit dem grossen Jeanneau-Treffen zusammenfiel und Skippers angefragt wurde, ob eine Möglichkeit bestehe das Ganze mit einem Yachtevent zu verbinden, erhielten die Teilnehmer der beiden Anlässe die Chance, ein paar gemeinsame Bahnen zu ziehen. Sieben Kandidatinnen gingen in Begleitung ihrer Coaches an Bord einer SO54DS, für die sieben anderen und den Rest des Betreuungsteams stand eine Prestige 50 bereit. Natürlich durften auch die Fotografen und Kameramänner nicht fehlen! Um dem Gastland Ehre zu erweisen, präsentierten sich die Misses in der von Aigle gesponserten Kleidung des französischen America’s Cup Challengers. Von Seiten der Jeanneau-Eigner sollen keine Beschwerden eingegangen sein…

*s. Skippers Nr. 12 und 20 (zu bestellen unter
www.skippers.ch) **s. Skippers Nr. 23