Ikarus’ Traum für alle

Aus Ikarus’ Traum ist Realität geworden, zumindest für Segler, die mit Foilerbooten über unsere Seen und Meere fl iegen. Das Problem bei dieser Sache ist nur, dass die Highspeed Geräte nicht wirklich allen zugänglich sind. Die Motten sind zwar durchaus erschwinglich, aber sie setzen eine Balance voraus, wie sie nur nach vielen mühseligen Stunden auf dem Wasser erreicht wird. Prototypen wie die Mirabaud LX verlangen nach einem kampferprobten Team und vor allem nach viel Zeit und Segelgeschick, was sich nur schwer mit einem normalen Berufsleben vereinbaren lässt. Und die hochwertigen Luxus-Prototypen wie die Syz&Co oder der Hydroptère sind für viele ganz einfach zu teuer.

Hugues Turckheim, früherer französischer Windsurfstar und als Consultant bei vielen Genferseeprojekten mit dabei, wollte Abhilfe schaffen. Mit seinem Gerät, dem KissCut, sollen möglichst viele Segler das unbeschreibliche Gefühl erleben übers Wasser zu fl iegen. Das Boot vereint die modernsten Technologien, ist stabil, erschwinglich und wenig platzraubend. Es ist ein Konzentrat aus “ allem, was man bei den Motten und den 18-Footern nicht umsetzen konnte oder hätte umsetzen wollen ”, beschreibt Turckheim das Projekt. “ Es wurde möglich, weil wir uns von den Bauvorschriften der anderen Klassen gelöst und einen für Foiler geeigneten Rumpf geschaffen haben. Bislang wurde umgekehrt vorgegangen, d.h. die Foiler wurden an einen bereits bestehenden Rumpf angepasst. Die seitlichen Schwimmer ermöglichen das ‘touch and go’ und sorgen für Stabilität vor dem Abheben, der Auftrieb wird wie bei einem Segelfl ugzeug auf die Tragfl ächen verteilt, was den KissCut noch attraktiver macht, weil dadurch zwei Personen auf dem Boot segeln können. ” Klingt verlockend. Wenn auch die Umsetzung stimmt und das angekündigte Gewicht von 40 kg nicht überschritten wird, dürfte dem Erfolg des fl iegenden Geräts eigentlich nichts im Weg stehen. Kosten soll das 4,5 m lange und 4,5 m breite Boot mit einer Gesamtsegelfl äche von 9 m2 45’000 Franken. Es soll im April in Genf vorgestellt werden.