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Leopard 45: Zwei Rümpfe und zwei Cockpits

2010 führte der Leopard 44 ein über das Deckshaus erreichbares Bugcockpit ein. Ein gewagtes Konzept, das sich mittlerweile aber bei allen Modellen von Robertson & Caine durchgesetzt hat. Heute segeln weltweit 1500 Katamarane mit einer Zugangstür zum Bugbereich. Hinzu kommen die künftigen Exemplare des Leopard 50 mit klassischem Steuerstand oder Flybridge.

Leopard-45-salon-loungeDer neue Leopard 45, der den 185-mal gebauten 44er ersetzt, kombiniert einfaches Handling mit Komfort und Performance. Die beiden verzinkten Stützen, die den Druck des Mastes tragen, sind kennzeichnend für die Qualität der Konstruktion. Sie ist robust genug für lange Fahrten auf hoher See.

In Bezug auf den Einsatzbereich hat sich gegenüber dem Vorgängermodell somit nichts geändert. Der Schwerpunkt wurde auf das Design gelegt. Und das ist vor allem von vorne eindeutig schnittiger und gefälliger geworden. Die anthrazitgrauen Verstrebungen des Roofs und die überdurchschnittlich langen Bimini, die das Heck- und das Bugcockpit überdachen, sorgen für eine schlankere Optik. Verzichtet wurde zudem auf die beiden Edelstahlträger des Biminitops. Die Segel sind im Nu gesetzt. Mit einer manuellen und zwei elektrischen Winschen lassen sich sämtliche Manöver vom Steuerstand aus durchführen. Auch der Trimm ist höchst einfach. In weniger als 30 Minuten ist man mit dem Boot vertraut. Das Steuer reagiert sanft, aber direkt und der Steuerstand gewährleistet einen freien Blick nach vorne. Sogar bei wenig Wind segelt sich der Katamaran angenehm. Auf fast allen Kursen erreicht er bei 9 Knoten wahrem Wind 5 Knoten. Bei mehr Wind liegen Durchschnittsgeschwindigkeiten von 10 Knoten drin. Wie bei allen modernen Katamaranen liegt das Deckshaus auf der gleichen Ebene wie das Cockpit. Charakteristisch für einen Leopard ist zudem die grosszügige Stehhöhe. Neu sind hingegen die Materialien und Farben. Sie verleihen dem Innenbereich eine zeitgenössische Note. Das Deckshaus wurde um die beiden Cockpits herum gebaut. Dazwischen liegt eine grosse Fläche, auf der man sich frei bewegen kann. Der Salon wurde auf die Backbordseite verlegt und kann in einen Schlafplatz mit drei Kojen verwandelt werden. Ganz hinten im Deckshaus befindet sich neben der Zugangstür zum Bugbereich ein Kartentisch und gegenüber eine L-förmige Küche. Ein weiterer Vorteil des Leopard 45 ist seine grosse Staufläche in allen Bereichen des Boots. Er bietet Charterkunden und auch Eignern genügend Platz, um alles nötige Material für einen zweiwöchigen Törn zu verstauen.