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Das Offshore-Epos geht weiter

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In diesem Winter werden die Meere der Welt von Rekordjägern in der Länge, in der Breite und quer durchquert, und auch ein paar Schweizer Segler werden dabei ein Wörtchen mitreden. So machte sich am Sonntag Élodie-Jane Mettraux mit dem Volvo 65 Turn the Tide on Plastic von Kapstadt aus auf den Weg nach Melbourne.

Nach einem spektakulären Start in Kapstadt durchquerten die sieben Besatzungen zu Beginn der Woche eine Hochdruckzone. Ab Donnerstag oder Freitag sollte sich im Westen ein Tief mit Winden von bis zu 60 Knoten und einem Seegang von sieben bis elf Metern etablieren. Vorsicht ist geboten, denn der Weg nach Melbourne ist in dieser Etappe von 6500 Meilen noch lang.

Eine weitere lange Reise neigt sich dem Ende zu. François Gabarts Reise auf Macif ist eine unglaubliche Leistung, sowohl menschlich als auch statistisch. Der Segler sollte logischerweise den im letzten Jahr von Thomas Coville aufgestellten Solo-Weltrekord schlagen und ist drauf und dran, die frühere Referenzzeit von Loïck Peyrons Jules Verne im Jahr 2012 auf der Maxi Banque Populaire V. zu kitzeln. Natürlich sind die Boote heute radikal anders, aber damals waren vierzehn Männer an Bord der Banque Pop‘, während Gabart allein unterwegs ist. Diese Leistung ist ein Mass für den Fortschritt in nur fünf Jahren – und selbstverständlich auch für das Talent des Mannes.

Während der Solo-Segler an diesem Wochenende an den Lichtern des Cape Lizard Leuchtturms stehen wird, sollte bald ein anderes Boot auf der Jagd sein: Spindrift 2 (übrigens die ehemalige Banque Pop‘ V) ist in Brest in Bereitschaft und wird versuchen, den 40-Tage-Rekord von Francis Joyon zu brechen, den dieser mit seiner Crew im vergangenen Jahr aufgestellt hat. Ein weiteres Abenteuer, das es diesen Winter mitzuverfolgen gibt….