Seba Schneiter und Lucien Cujean heben(erneut) ab

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Es ist zwar nicht mehr auf dem GC32, sondern im 49er, aber immer noch in den Farben von Team Tilt: das Team, das vor ein paar Jahren gebildet wurde, hat auf den Weg der Harmonie und des Erfolgs zurückgefunden. Sébastien Schneiter und Lucien Cujean haben dem Swiss Sailing Team beim Miami World Cup im 49er – und damit in einer der olympischen Klassen, in welcher das Niveau wahrscheinlich am höchsten ist – einen hervorragenden sechsten Platz beschert. Weiterlesen

Das Duo hatte jedenfalls am Ende des Wettkampfes allen Grund zum Lachen; schliesslich erzielte es gleichzeitig sein bestes Ergebnis auf diesem Wettbewerbsniveau, während extreme Bedingungen mit 20 bis 25 Knoten die letzten Tage des Miami-Weltcups markierten.

Im Leichtwind kaiserlich und nahezu unschlagbar, leidet der Windsurfer Mateo Sanz Lanz in der Brise. Dem Federgewicht, das am Ende des zweiten Tages den ersten Platz belegt hatte, fiel es den Rest des Wettbewerbs schwer, seine 9,5 m2 grossen Segelfläche zu kontrollieren. Daraus resultierte schliesslich ein enttäuschender 18. Platz, der Mateo sicherlich zu vermehrtem Training zwingen wird, um einen Einbruch bei solchen Bedingungen möglichst zu vermeiden. Der Rest der Delegation zeigte einige schöne Ansätze, allen voran Nils Theuninck (ebenfalls unter dem Banner von Tilt), der im Finn einen guten Start hatte und 16. wurde. Bei den 470er gilt es den elften Platz von Linda Fahrni und Maja Siegenthaler herauszustreichen: die beiden lieferten am letzten Tag des Rennens eine grossartige Aufholjagd und verpassten das Medal Race um nur gerade zwei Punkte, dies infolge einer Kenterung auf dem Downwind im 2. Race. Die beiden Seglerinnen, die zu allem fähig sind, befinden sich mittlerweile regelmässig in Podiumsnähe und schaffen es mitunter sogar, ihre Sandalen auf das Podium zu stellen… wenn das kein gutes Omen für 2020 ist!

Die Schweizer Olympiasegler sind jedenfalls mit zahlreichen ermutigenden Leistungen in das laufende Jahr gestartet. Tokio – und damit die Olympischen Sommerspiele 2020 – nähert sich indes in hohem Tempo; das Jahr 2019 ist für die Athleten bereits die Zielgerade! Die Leistungskurve der einen wie der anderen muss derweil im April, während des traditionellen Hyères-Weltcups, noch bestätigt werden.