SURPRISE: Produktion in Saint-Malo wieder aufgenomme

Die Negativformen des am häufigsten in die Schweiz importierten Boots wurden im Sommer aus der Archambault-Werft nach Saint-Malo zu BG Race gebracht. Mittlerweile hat das kleine Team die drei ersten Einheiten zusammengebaut. An der Spitze der bisher auf Prototypen von Regattabooten spezialisierten Werft stehen die beiden erfahrenen Segler Servane Escoffier und Louis Burton. Letzterer gehörte zu den wenigen Teilnehmern, die an der Jacques Vabre 2015 nicht dem Massensterben zum Opfer fielen. Dass die beiden auch als Bootsbauer die nötige Erfahrung mitbringen, zeigt das Abschneiden der von ihnen konstruierten Tizh40 Le Conservateur, mit der Yannick Bestaven die Class 40 dominierte. Escoffier und Burton sind sich durchaus bewusst, dass der Bau von Racern und von Serienbooten zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Sie besitzen aber die nötige Flexibilität und das Know-how, sich den unterschiedlichen Voraussetzungen anzupassen. Vier der insgesamt 25 in den Bereichen Büro, Planung und Produktion tätigen Mitarbeiter von BG Race sind bereits mit der Herstellung von Surprise-Booten beschäftigt. 2016 sollen insgesamt 15 Einheiten entstehen. Sie werden in der gleichen Halle produziert wie die Einheitsboote M7.50, von denen ein Exemplar in der Schweiz segelt und bei dem es sich laut François Séchaud um ein ausgereiftes Produkt handelt. Der Schweizer Surprise-Händler hat am Salon nautique du Léman die erste von BG Race ausgelieferte Einheit präsentiert. „Diese Bretonen scheinen recht seriös, geben sich Mühe, sind dynamisch und ihr Arbeitsklima ist gut“, fasste er zusammen. Pläne hat Servane Escoffier auch mit den Grand Surprise. Sie will die Produktion fortsetzen, aber erst, wenn die Nachfrage gross genug ist. Gebaut werden sollen die Boote in der gleichen Halle wie die Sonderbestellungen. Als nächsten Schritt will BG Race das Verkaufsnetz neu aufbauen. Dazu treffen sich die Geschäftsführer an der Pariser Bootsmesse mit den Händlern. Der bisherige Schweizer Importeur François Séchaud ist selbstverständlich auch weiterhin mit an Bord. Infos unter www.futura-yachtsystems.com