Süsses und Saures

Valentin Gautier und Simon Koster legen im Spitzenfeld der Class40 an der Jacques Vabre ein hohes Tempo vor, während Alan Roura und Sébastien Audigane bei den IMOCA von den Verfolgern zu den Jägern gewechselt haben. Aber auch andere Botschafter der Schweiz machen von sich reden, zum Beispiel diese Woche die Laser oder auch letzte Woche die Nacra 15.

Keine Schonfrist an der Jacques Vabre:  Angesichts einer Flotte von Class40 und IMOCA, die schneller, innovativer und zahlreicher ist denn je, mussten die Teams von Anfang an alles geben. So sind denn auch immer wieder Class40-Boote zu beobachten, die beim Surfen Geschwindigkeiten von über 20 Knoten und im 24-Stunden-Durchschnitt mehr als 12 Knoten erreichen! Wie zum Beispiel Valentin Gautier und Simon Koster, die auf ihrem erst vor einem Monat eingewasserten Boot ein beachtliches Debüt hinlegen – eine kleine Meisterleistung. Auf diesem Boot, mit dem es sich noch kaum vertraut machen konnte, müsste sich das rein schweizerische Duo theoretisch etwas konservativ verhalten. Doch gleichzeitig kann man sich das nur schwerlich vorstellen! Alan Roura und Sébastien Audigane werden ihrerseits auf ihrer IMOCA Vollgas geben, um den verpatzten Start wettzumachen. Nach etlichen Problemen in den ersten Stunden der Regatta konnten sie ihren Rückstand mittlerweile weitgehend aufholen und dürfen nun darauf hoffen, den Anschluss an den hinteren Teil der Spitzengruppe zu finden. Bekanntlich wartet das Duo auf schwierige Wetterbedingungen, um das ganze Potenzial der La Fabrique und ihrer Foils zu beweisen. Mit dem Aufzug eines zweiten Tiefdruckgebiets von den Azoren dürfte sich die Gelegenheit dazu noch diese Woche bieten. Der Favorit und ewige Eigenbrötler Alex Thomson hat erneut einen rein westlichen Kurs eingeschlagen, was ihn im Klassement zurückwirft. Fragt sich, für wie lange noch…

Junge Botschafter    

Auch andere, jüngere, Schweizer, sind in internationalen Gewässern stolze Botschafter unseres Landes. So zum Beispiel an der Weltmeisterschaft der Nacra 15 in Marseille von vergangener Woche. Dort segelten in der 80 Boote umfassenden Flotte zehn Boote unter Schweizer Flagge.  Bemerkenswert für ein kleines Land! Als erste Schweizer erreichten Arnaud Grand und Félix Grobet den 24. Rang im Gesamtklassement. Auch wenn das Ergebnis etwas enttäuschend wirkt, darf man nicht vergessen, dass das Niveau dieser Klasse in den letzten Monaten einen grossen Sprung gemacht hat. Noch bis am 2. November im Gange ist die Weltmeisterschaft der Laser U21 in Kroatien. Auch hier mischen einige Schweizer kräftig mit, darunter namentlich Nicolas Rolaz, Gautier Verhulst, Jacopo Scornaienghi und auch die vielversprechende Rosine Baudet im Radial. Fortsetzung folgt…!