Ultimative Überraschung

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Nur gerade 7 Tage und 22 Stunden, um den Atlantik zu bewältigen, durch den Kalmengürtel, nach Salvador de Bahia, wo die Transat Jacques Vabre endet – Die Ultime-Trimarane werden immer schneller! Wobei der „Letztgeborene“ und damit das modernste Modell nicht automatisch auch der Schnellste ist: Der 2001 gebaute „alte“ Sodebo Ultime von Thomas Coville konnte sich gegenüber dem Maxi Edmond de Rothschild von Sébastien Josse behaupten, welcher erst vor wenigen Monaten zu Wasser gelassen wurde (voir Skippers 65).

Mit einem halben Ozean Rückstand ist der Ultime Prince de Bretagne von Lionel Lemonchois und Bernard Stamm nicht in derselben Kategorie gesegelt. Er ist damit näher an der Geschwindigkeit der Multi50 als an der der beiden Ersten. Der Riss ihres Grosssegelfalls zu Beginn der Strecke war dabei auch nicht gerade hilfreich.

Dahinter wird die Flotte der IMOCA seit den ersten Meilen von den beiden Meisterseglern Jean-Pierre Dick und Yann Eliès, dem 4. und 5. der letzten Vendée Globe, angeführt. Der von Frédéric Denis begleitete junge Alan Roura kämpft mit seinem neuen Boot um den 9. Platz, aber es bleibt noch ein bedeutender Rückstand, um Kito de Pavant auf dem 8. Platz einzuholen. Im Kalmengürtel könnten die Karten dazu neu gemischt werden.

In der Class40 halten Justine Mettraux und Bertrand Delesne mit ihrem Boot einen soliden 4.Platz. Die neueren Einheiten haben sich jedoch abgesetzt und das Duo muss sich anstrengen, um seine Position bei der Abfahrt zum Äquator so gut es geht zu verteidigen.

Die nächsten Schweizer, die den Atlantik bewältigen, sind die Mini-Transat-Segler. Simon Koster im Proto und der Seriensieger Valentin Gautier kämpfen beide um ein hervorragendes Gesamtklassement, eventuell gar einen Podiumsplatz. Egal, wie das Endergebnis ausfallen wird, sie lassen uns während ihres gesamten Abenteuers träumen und beweisen damit, dass man in Zukunft sehr stark mit den Schweizern rechnen muss!