Ein Sturm kann einen anderen verstecken

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Der America’s Cup hört nicht auf, Wellen zu schlagen. Die Publikation des Protokolls zur 36. Austragung am 29. September gibt Raum für neue Debatten betreffend die Stichhaltigkeit des neuen Rahmens, der zwischen Grant Dalton von ETNZ und Patrizio Bertelli für Luna Rossa ausgehandelt wurde. Beim Warten darauf, dass die Zungen sich im nächsten Skippers lösen, hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack.

Zurück in die Zukunft

Die grosse Rückkehr der Einrümpfer ! Der 36. America’s Cup wird auf foilenden AC75 ausgetragen. Die definitive Vermessung wird am 31. März 2018 veröffentlicht, aber die ersten Grundsätze werden bereits am 30. November enthüllt. Dieses neue Boot erlaubt insbesondere die Rückkehr zu einer wahren Teamwork an Bord, mit der Präsenz von 10 bis 12 Seglern. Die Kiwis hatten allerdings auf Beinkraft gesetzt… Was aber auf jeden Fall Anlass zu Diskussionen geben wird, ist die Nationalitäten- und Residenzklausel. Mindestens 20 Prozent der Segler eines Cup-Teams müssen einen Pass des Landes oder ihren Hauptwohnsitz in dem Land haben, für das die Mannschaft startet. Alle anderen müssen sich in der Zeit zwischen dem 1. September 2018 und dem 1. September 2020 mindestens 380 Tage in dem Land aufhalten.

Nun zur Frage, die uns allen zuvorderst auf der Zunge liegt : Wird Alinghi ebenfalls mit von der Partie sein ? Die Mannschaft gab sofort in einer Pressemitteilung zu verstehen, dass sie ihren Entscheid erst nach dem Saisonende öffentlich mitteilen wird. Seien Sie bereit, denn die Extreme Sailing Series 2017 werden am 3. Dezember vorbei sein. Bis dahin sollte der Druck langsam aber sicher steigen. Im Gegensatz zur Situation in der Karibik, wo der (Luft)druck wegen einer schrecklichen Hurrikansaison drastisch sank.

30 Tage nach Irma

In der letzten Ausgabe des Skippers, haben wir Ihnen vom Einfluss des Klimawandels auf die Navigation gesprochen. Dieser Wandel  wird auch grosse Auswirkungen haben auf die Wirtschaft des Segelsports. Die Vermieter Sunsails und The Moorings haben 130 von 350 Yachten, die auf den Virgin Islands stationiert waren, verloren. Ganz nach dem Motto „Offensiv in der Krise“ haben die Unternehmen 58 neue Schiffe bestellt, mit einem Wert von insgesamt 30 Millionen €… So also füllt man Auftragsbücher… Insgesamt haben Sunsails und The Mooring auf den Virgin Islands 64 Millionen € investiert; in Antigua werden sie ab November sogar eine neue Basis The Moorings eröffnen. So funktioniert das also, die lokale Wirtschaft zu unterstützen, welche derart hart von Irma getroffen worden war.