World Cup : Wenn sich ein Taifun einmischt…

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Fotos : ©Jesus Renedo

Ein Taifun war angekündigt für Japan, bloss brachte dieser mehr Regen als Wind nach Gamagori. Das hat aber den Windsurfer Mateo Sanz Lanz nicht daran gehindert, seine zweite Medaille in diesem Jahr einzuheimsen, und dies nur wenige Wochen, nachdem er – ebenfalls in Japan – Vizeweltmeister geworden ist.

Das Swiss Sailing Team hat auf jeden Fall gut lachen. Den Nachwuchs, den es in Rio verwöhnt hat, brilliert inzwischen auf den internationalen Podesten. Mit nur gerade 21 Jahren zeigt Mateo Sanz Lanz in der Tat eine beeindruckende Konstanz; beim Weltcup in Hyères im Frühling hat er Bronze gewonnen und schliesslich Ende September anlässlich der Weltmeisterschaften die Silbermedaille.

Während sich die Top 5 in einem Intervall von 5 Punkten bewegte, hat der Taifun Lan ein Medal Race bei den Windsurfern verhindert. Eine kleine Enttäuschung, welche indes rasch überwunden war. Mateo jedenfalls schaut bereits Richtung nächste Saison : « Ich bin mit meiner Medaille sehr zufrieden, aber trotzdem ein wenig enttäuscht, dass wir in zwei Tagen nur fünf Wettfahrten absolvieren konnten. Die Arbeit mit Peter (sein neuer Coach, Anmerkung der Redaktion) funktioniert aber gut und ich freue mich auf die nächste Saison. »

Bei den 470W hingegen konnte das Medal Race stattfinden – ein Umstand, der leider nicht unbedingt zu Gunsten von Linda Fahrni und Maja Siegenthaler war: Während der ganzen Woche waren die beiden auf Podestkurs gewesen, aber mit einem achten Rang im Medal Race fielen sie im Gesamtklassement auf den undankbaren vierten Rang zurück – was aber immer noch ein schönes Resultat für das junge Duo ist. Die übrige Schweizer Delegation hat nicht unbedingt brilliert, aber die miserablen meteorologischen Bedingungen dürfen als valable Entschuldigung herhalten.

Auf jeden Fall kann ein jeder sich noch verbessern, wenn nächsten Freitag auf den zukünftigen Olympischen Gewässern vor Enoshima der erste Test Event beginnt -ein erstes wichtiges Aufeinandertreffen für all die, welche den Spot noch nicht kennen. Und im Zusammenhang mit der noch drei Jahren dauernden olympischen Vorbereitungszeit eine wichtige Standortbestimmung. Sofern der Windgott Aiolos ebenfalls mitmacht!