Skippers

🏛 » Zwischen Bootsmesse und Weltrekorden: von der First 60 in Düsseldorf zu den Ultim der Jules Verne Trophy

Zwischen Bootsmesse und Weltrekorden: von der First 60 in Düsseldorf zu den Ultim der Jules Verne Trophy

von Louis Taurel

Die Boot Düsseldorf, die weltweit grösste Indoor-Bootsmesse, ist vergangenen Sonntag zu Ende gegangen. Mit mehr als 200’000 Besucherinnen und Besuchern aus über 110 Ländern verzeichnete sie einen leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

Im Rahmen der Messe wurde auch das Flaggschiff der First-Serie vorgestellt: Sechs Jahre nach ihrer «Auferstehung» – eingeleitet durch die Markteinführung der First 53 im September 2019 –übernimmt das neue 60-Fuss-Modell die charakteristischen Designmerkmale der Serie, skaliert auf ein XXL-Format. 

Die Medienkonferenz zur Markteinführung der First 60 bot Beneteau die Gelegenheit zu zeigen, welcher neue Kurs hier eingeschlagen wurde.

Ihren Anfang nahm die Erfolgsgeschichte der First 1977, als ein junger Beneteau-Manager der Verwaltungsratspräsidentin Annette Roux vorschlug, sich von einem 30-Fuss-Regattaboot (konkret dem Halbtonner Impensable) inspirieren zu lassen und eine Serienyacht zu entwickeln, die zugleich schnell, robust und komfortabel wäre. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Beneteau ausschliesslich Fischerboote gebaut und niemand hätte erwartet, dass die Werft in den Markt der Regatta- und Fahrtenyachten einsteigen würde. So entstand die erste First, die später als First 30 in die Geschichte einging. 

50 Jahre und rund 30’000 gebaute Boote später präsentierte Beneteau nun die First 60. Als Konstrukteur zeichnete erneut Roberto Biscontini verantwortlich, der bereits die First 53 und die First 44 entworfen hatte. Für das Innen- und Aussendesign war Lorenzo Argento zuständig.

Wie bei Beneteau mittlerweile üblich, ist dieses Boot dank eines längeren Kiels und eines höheren Masts auch mit mehr Tiefgang und einer grösseren Überwasserhöhe erhältlich, was die Segelfläche dieses Performance-Cruisers deutlich vergrössert.

Eine weitere Innovation ist die unter dem Cockpit fest integrierte Grossschotwinde. Dieses System ist zwar aus dem Mini- und Maxi-Segment bekannt, auf einer 60-Fuss-Serienyacht jedoch bislang einzigartig. Der Hauptvorteil liegt in einem aufgeräumten Cockpit: Die Winden bleiben frei, und die Grossschot wird beim Setzen nicht über das Deck geführt.

Um diese Neuheit aus nächster Nähe zu besichtigen, machte Skippers letzte Woche daher Halt am Stand von Beneteau. Dabei entstand ein Walkaround-Video, das Sie hier ansehen können. 

Jules Verne Trophy

Zum Wochenbeginn sorgten gleich zwei neue Referenzzeiten bei der Jules Verne Trophy für Aufsehen – und zwar sowohl bei der rein männlichen als auch der rein weiblichen Crew. Den einen Rekord stellte der Ultim-Trimaran Sodebo unter Skipper Thomas Coville auf: Die Weltumrundung gelang ihnen in 40 Tagen, 10 Stunden, 45 Minuten und 50 Sekunden, womit sie dem bisherigen Rekordhalter IDEC Sport beinahe 13 Stunden abnahmen. Den anderen Rekord, jenen für eine rein weibliche Crew, stellten Alexia Barrier und ihr Team an Bord von The Famous Project CIC auf. Sie umrundeten die Welt in 57 Tagen, 21 Stunden und 20 Minuten.
 

Dans la meme categorie