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Giovanoli und Zurfluh Segler des Jahres

von Quentin Mayerat

Der bekannte zweimalige America’s Cup-Sieger (mit Alinghi) und heutige Star-Segler Enrico
De Maria hat würdige Nachfolger als „Segler des Jahres“ gefunden. Der Titel begleitet vom
Zürichsee-Segler-Award geht dieses Jahr an das 29er-Team Sandra Giovanoli und Stephan
Zurfluh. Der Laser-Segler Cyrill Knecht wurde als bester Junior ausgezeichnet. Über 100 Gäste
feierten am Samstag, 28. Januar im Gut auf Bocken die Ehrungen im Rahmen des vom Club
Beaufort ausgerichteten 2. Zürichsee-Seglerfestes.

Über hundert Segler aus der Region Zürichsee, aber auch die nationale Seglerprominenz, feierten am
vergangenen Samstagabend, 28. Januar, im Gut auf Bocken in Horgen das 2. Zürichsee-Seglerfest.
Dabei wurden die mit einem Förderbeitrag dotierten Zürichsee-Segler-Awards verliehen. Eine aus
erfahrenen Segelexperten zusammengesetzte Jury hat dafür wiederum die besten Seglerinnen und
Segler aus der Region nominiert. Hauptsponsor Volvo steuerte zur Einstimmung unter anderem einen
aufregenden Film vom eben laufenden Volvo Ocean Race bei.
Sandra Giovanoli und Stephan Zurfluh sind Segler des Jahres
Mit dem 29er-Team Sandra Giovanoli (Segelclub Stäfa) und Stephan Zurfluh (Segelclub Stäfa) hat
der Titelträger vom letzten Jahr, der Rapperswiler Enrico De Maria (bekannt als Amercia’s Cup-Sieger
mit Allinghi und Olympia-Teilnehmer) würdige Nachfolger als Segler des Jahres gefunden. Das
Seglerpaar (privat wie auf dem Wasser) Giovanoli/Zurfluh belegte als Saisonhöhepunkt an der 29er-
Europameisterschaft in Brissago unter 155 Booten den 7. Rang. Damit waren sie in dieser stark von
Amerikanern und Australiern dominierten Klasse das drittbeste europäische Team. Auch wenn
Sandra Giovanoli und Stephan Zurfluh künftig auf dem Wasser getrennte Wege gehen, nehmen
beide die Auszeichnung als Ansporn für künftige eigene Segelprojekte.

Junior des Jahres ist Cyrill Knecht
Der Award und Förderpreis als bester Junior ging an Cyrill Knecht (Zürcher Segel-Club). Letztes Jahr
wurde damit das 420er-Team Mara Bezel/Fabienne Morath ausgezeichnet. Cyrill Knecht qualifizierte
sich 2011 in der Klasse Laser Radial sowohl für die Europameisterschaften in Deutschland als auch
für die Weltmeisterschaften in Frankreich und gewann als Saison-Höhepunkt unter schwierigsten
Bedingungen (Schneefall!) den Alpencup auf der Lenzerheide. Er ist als Angehöriger der
Trainingsgruppe SSTR5 ein echtes Zürichsee-Eigengewächs. Inzwischen gehört Cyrill Knecht dem
nationalen Talent Pool an und geht mit dem Fernziel Olympiade 2016 ambitioniert in die Zukunft.
Als Trainer des Jahres wurde Sebastian Beer, langjähriger Ausbildner und Trainer im Segelclub
Stäfa, ausgezeichnet. Langjährig deshalb, weil seine Trainerlaufbahn bereits im Alter von 13 Jahren,
damals selbst noch Optimist-Segler, begann. Später feierte er als Aktiver in der 29er- und 49erKlasse
zahlreiche Erfolge auf nationalen und internationalen Regattabahnen. Beer findet dank seinem
seglerischen Können und seinem ausgeprägten pädagogischen Geschick stets einen guten Draht zu
den Nachwuchs-Seglerinnen und -Seglern. Seit 2009 zeichnet Sebastian Beer als Trainer für die
Optimist-Klasse im SSTR5 verantwortlich. Manche seiner Schützlinge haben seither den Umstieg in
eine höhere Bootsklasse geschafft.

Hans Streuli für besondere Dienste mit einem Zürichsee-Segler-Award geehrt
Hans Streulis Engagement für die Seglerinnen und Segler auf dem Zürichsee aber auch für den
Segelsport insgesamt ist enorm. Hans Streuli Segelclub Stäfa und seine Ruf Gruppe engagieren sich
seit bald 20 Jahren für die Regattaszene. Unter anderem unterstützte Streuli nicht weniger als drei
Segelteams aktiv bis und mit der Olympiade-Teilnahme. Später rief er den bekannten „Ruf
Langenstrecken-Cup“ ins Leben, ermöglichte den „Ruf Club-Cup“ und unterstützt heute die junge
Einheitsklasse Onyx, in der er selbst aktiv segelt, den „Ruf-Swiss-Cup“ mit Regatten auf vier
Schweizer Seen.

Die Zürichsee-Segler-Awards wurden von Jury-Präsidentin Regula Helbling (Segelclub Stäfa) und
vom erfolgreichsten Schweizer Matchrace-Segler (aktuell Nummer 15 der Welt) Eric Monnin
überreicht.
Goldener Anker des ZSV an Lukas Erni/Christian Sprecher
Der Wanderpreis „Goldner Anker“ des Zürichsee-Segler-Verbands (ZSV), Dachverband der
Segelclubs in der Region, wurde durch die Vizepräsidenten Jenny Brunner an Lukas Erni
(zweimaliger Olympiateilnehmer) und Christian Sprecher (Segel Club Enge) verliehen. Erni und
Sprecher bilden seit Jahren ein international erfolgreiches 470er-Team, engagieren sich aktiv als
Trainer und Coaches und haben sich vor allem auch als Erfinder und Organisatoren der Zurich
Climate Regatta einen Namen gemacht.

Die regionale Trainingsgruppe SSTR5 bleibt erfolgreich
Das Zürichsee-Seglerfest mit der Verleihung der Zürichsee-Segler-Awards wird durch den Club
Beaufort ausgerichtet. Eine Gruppe von aktiven Zürichsee-Seglern setzt sich in dieser Vereinigung für
die Förderung des seglerischen Nachwuchses und das Regattasegeln ein. So unterstützt der Club mit
einem namhaften Betrag den vor vier Jahren gegründeten SSTR5 (Swiss Sailing Team Region 5). In
dieser Trainingsgruppe trainieren die besten, aus den Segelclubs der Region evaluierten Nachwuchstalente
in den Jollen-Klassen Optimist, Laser und 420er unter professionellen Bedingungen. Mit
Erfolg: Juniorinnen und Junioren des SSTR5 belegen regelmässig Spitzenplätze bei nationalen und
internationalen Regatten.
Am Seglerfest stellte Martin Vogler (Segelclub Stäfa), Team-Leader des SSTR5, den begeisterten
Gästen am Seglerfest die einzelnen Teammitglieder mit den wichtigsten Erfolgen der vergangenen
Saison persönlich vor. 2011 haben sich weitere vier Mitglieder des SSTR5 für den nationalen Talent
Pool des Swiss Sailing Pool qualifiziert.

Wie schneiden die Schweizer Segler an der Olympiade in London ab?
Das konnte der Gastredner Tom Reulein (Headcoach und Teamchef des SST) nicht voraussagen. In
seinem Vortrag legte Reulein aber dar, wie im Swiss Sailling Team jedes kleinste Detail in der
Vorbereitung akribisch gepflegt wird, um den Traum von der Olympiamedaille endlich wahr werden zu
lassen. Die eindrücklichen Filmaufnahmen des Schweizer Teams an den letzten Weltmeisterschaften
in Australien unterstrichen dies. Zuvor schon hatte Ueberraschungsgast Vincent Hagin, frisch
gewählter Präsident von Swiss Sailing, betont, welch enorme Bedeutung die professionelle
Nachwuchsarbeit für den Erfolg im Grossen habe. Eine Nachwuchsarbeit, wie er sie hier am
Zürichsee erlebe und wofür den vielen Verantwortlichen herzlich zu danken sei.
Bevor Markus Helbling (Segelclub Stäfa), Präsident des Club Beaufort, die vielen zufriedenen
Festbesucher verabschiedete, wurde erstmals ein Tischfussballkasten (gesponsert von der Firma
MondayCoffee, Reto Meneghini und Thomas Peyer) unter den anwesenden Junioren verlost. Das
Los fiel auf eine junge Seglerin (Nora Trüeb) von der Segel-Vereinigung Thalwil. Das Spiel wird jetzt
für ein Jahr im Club-Haus in Thalwil stehen.

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