Von Vincent Gillioz
Die Themen dieses 5. Newsletters 2013: Vendée Globe, Maxi Trimaran Spindrift, Route des Princes, Primo Cup, RC 44 und VMG Yacht Desing.
Hochseeregatten
Jean-Pierre Dick hat die Vendée Globe hinter Alex Thomson als Vierter beendet. Obwohl er ohne Kiel segelte und das Stag für das Solent-Segel gebrochen war, legte Jean-Pierre Dick auf seiner Virbac Paprec 2650 Seemeilen zurück. Er hatte in Galizien an einer Boje festgemacht und dort auf ein gutes Wetterfenster gewartet, damit er die Biskaya sicher durchqueren konnte. Am Abend zuvor war der Spanier Javier Sanso in Seenot geraten: Sein Boot war vor den Azoren gekentert. Der Skipper von Acciona wurde in der Nacht von der portugiesischen Marine wohlbehalten per Helikopter gerettet. In den nächsten Tagen soll sein Boot geborgen werden. Elf der ursprünglich 20 gestarteten Boote sind noch im Rennen. Als nächstes werden Mike Golding, Jean Le Cam und Dominique Wavre in Les Sables d’Olonne erwartet.
Der Maxi-Trimaran Banque Populaire V, Inhaber des Weltumsegelungsrekords von 45 Tagen, 13 Stunden und 42 Minuten, wurde von Dona Bertarellis Rennstall Spindrift Racing gekauft. Das Segelprogramm ist noch nicht bekannt, fest steht aber, dass der Trimaran mit dem Fastnet 2013 seine erste Regatta bestreiten wird. Nicht auszuschliessen ist auch ein neuer Weltumsegelungs-Rekordversuch mit Yann Guichard, dem Skipper des Teams Spindrift Racing.
OC Sport, das auch die Extreme Sailing Series organisiert, wurde offiziell als Organisator für die Route des Princes eingesetzt. Die neue Europatour auf Mehrrümpfern soll erstmals diesen Sommer stattfinden. Direktor der Regattaserie für Multihulls ab 50 Fuss ist der Schweizer Hervé Favre. Erwartet werden die G-Class, die MOD scheinen hingegen nicht mit von der Partie zu sein. Daraus lässt sich schliessen, dass die Zusammenarbeit von MOD und OC Event (Organisator der MOD European Tour 2012) beendet ist. Bislang ist auch noch nichts über das Programm der 70-Fuss-Trimarane bekannt. Bleibt zu hoffen, dass diese neue Europatour die Entwicklung der vor drei Jahren lancierten Einheitsboote nicht beeinträchtigt.
Internationale Regatten
In Monaco ist das erste Wochenende des Primo Cup zu Ende gegangen. Bei strahlendem Sonnenschein und starkem Wind wurden sechs Läufe ausgetragen. Bei den Longtze Premier siegte der Franzose Nicolas Berenger (Beijaflore) vor dem Schweizer Jarmo Wieland. Die Surprise-Klasse war fest in Schweizer Händen. Alexa Bezel auf CER2 gewann vor Gaston Farofli auf Olympic und Malté Kamrath auf Mirabaud 3. Bei den Starbooten setzte sich Tom Löfstedt gegen die Schweizer Christophe Gautschi und Lorenz Zimmermann auf den Plätzen 2 und 3 durch. In der J24-Klasse entschieden Ian Ilsley und François Brenac auf St Andrews die Gesamtwertung für sich. Emmanuel Dyen aus Frankreich konnte sich bei den Platu 25 als Sieger feiern lassen und Giuseppe Duca aus Italien holte sich den Sieg bei den Drachen. Die anderen Klassen treffen am kommenden Wochenende im zweiten Wettkampfteil aufeinander.
Die RC 44 haben ihre erste Regatta in Oman bestritten. Insgesamt nahmen 13 Teams an dem Anlass teil. Gewonnen hat Katusha aus Russland vor Team Aqua aus Grossbritannien und Artemis Racing aus Schweden. Anfang Mai findet in Trapani die zweite Regatta der aus fünf Events bestehenden Tour statt.
Verschiedenes
Die beiden jungen Bootsdesigner Fabrice Germond und Mathieu Verier gaben letzte Woche ihre Zusammenarbeit bekannt. Sie wollen sich mit ihrer neu gegründeten Firma VMG Yacht Design in Lausanne in der nationalen und internationalen Segelszene durchsetzen und können auch bereits einige schöne Realisationen vorweisen. Auf ihrem Zeichenbrett sind unter anderem die Aebi 8.50 und die Ventilo M1 entstanden.