Sie sind aufgefallen! Die roten, blauen, gelben und grünen Access-, Liberty- und Skud-Boote weit draussen auf dem Bodensee vor Arbon waren ein hochwillkommener Farbtupfer an diesen wettermässig doch eher grauen Tagen. Die Stimmung war trotz des wolkenverhangenen Himmels sonnig! In verschiedenen Sprachen wurde gefachsimpelt, über das Wetter, das Material oder die Juryentscheide geklagt.
Gefordert waren alle: Wind und Wetter verlangten sowohl den Teilnehmern als auch den Offiziellen einiges ab. Der Wind zeigte sich mehrheitlich launisch mit vielen Drehern, ausser am letzten Wettkampftag: Hier wehte ein idealer Westwind, durchsetzt mit kräftigen Böen. Auch wenn nicht immer ideale Bedingungen herrschten, der Umgang untereinander war vorbildlich. „Mir ist besonders aufgefallen, dass die Teilnehmenden sehr fair segelten“, meinte Jurymitglied Pablo Erat.
Die Feedbacks auf die EM der Access-Klasse in der Schweiz waren durchwegs positiv. „Ich habe während sechs Tagen eine fantastische Zeit erlebt!“, meinte etwa Cristina Rubke aus den USA, die Gewinnerin der Liberty-Servo-Klasse. Paul Speight aus Frankreich (Liberty Open) ist vom Austragungsort der EM überzeugt: „Die Schweiz ist ideal, weil sie mitten in Europa liegt. Die Anreise ist für alle Teams etwa gleich weit, egal ob aus Grossbritannien, Polen oder Portugal.“
Ein Ungare drückte den Europameisterschaften seinen Stempel auf: Zoltan Pegan, mehrfacher Titelträger in diversen Bootsklassen, eroberte zusammen mit seiner Landsfrau Eva Mircsev die Goldmedaille in der Access 303 Zweihand-Klasse. Er wurde von den Schweizern Joshua Rothenhäusler/Dominique Scheller hart gefordert; vor der letzten Wettfahrt lagen beide Crews punktgleich an der Spitze. Doch die Ungaren entschieden die abschliessende Regatta für sich, damit war der Titel vergeben.

