Text und Fotos | Jean-Guy Python
Nach Locarno und Neuchâtel organisierte Genf Mitte Mai die dritte Runde der Swiss Sailing League (SSL). Das Heimteam der Société nautique de Genève (SNG) und der Regatta Club Bodensee (RCB) lieferten sich packende Führungskämpfe und demonstrierten ihre Überlegenheit. Ob sie das Zepter noch aus der Hand geben?

Steigendes Interesse

Das Team aus Genf mit Guillaume Rigot, Marc Stern, Nicolas Kaufmann und Adrien Bonny und das vom Bodensee mit Julian Flessati, Tobias Rüdlinger, Stephan Ammann und Rene Ott liegen seit Beginn der SSL unglaublich eng beieinander und versuchen, sich mit viel Fingerspitzengefühl und Professionalität gegenseitig unter Kontrolle zu halten. Julian Flessati äusserte sich begeistert: „Die Swiss Sailing League tut dem Segelsport in der Schweiz gut. Es segelt nicht einfach nur ein Team, sondern ein ganzer Club und ich glaube, dass dieser Aspekt dazu beiträgt, der Öffentlichkeit das Segeln näherzubringen. Die Läufe sind sehr kurz und intensiv und die taktischen Entscheidungen sehr wichtig. Es wird nie langweilig. Der Club stellt den Nachwuchsseglern, die nicht genügend Geld haben, ein eigenes Boot zu kaufen, Boote zur Verfügung“, erklärt der Teamchef und Präsident des RCB.
Engagierte Clubs

In Genf sorgten die Teams für einen hollywoodreifen Thriller. Die Société Nautique de Genève und der Regatta Club Bodensee lagen so dicht beieinander, dass erst der 25. und letzte Lauf die Entscheidung brachte. Nach einem Patzer der Genfer liess das Team vom Bodensee nichts mehr anbrennen und entschied den dritten Act der Swiss Sailing League schliesslich zu seinen Gunsten.
Die Swiss Sailing Challenge League fand sich zum Saisonstart Ende Mai auf dem Thunersee ein. Im Unterschied zur Super League besteht sie lediglich aus drei Runden. Die zweite wurde nach Redaktionsschluss (24.-26. Juni) in Romanshorn ausgetragen, die dritte und letzte findet vom 2. bis 4. September in Luzern statt. Dann wissen wir auch, wer in die Super League aufsteigt.