Fotos | Jacques-Henri Addor (Cover-Foto & Foto 1), Carlo Borlenghi (Foto 2 und 3)
Wie über 230 am Projekt beteiligte Personen hatte auch ich das Vergnügen und grosse Privileg, auf der Mariska mitzusegeln. Was nur wenige wissen: Hinter dem Projekt steckt eine komplexe Organisation, die von der ansteckenden Begeisterung des Schweizer Eigners und Reeders Christian Niels lebt.

Wie alles begann
„Angefangen hat das Abenteuer, als Christian Niels etwas kaufte, das nur im Entferntesten aussah wie ein Boot und sich in einem holländischen Kanal gerade noch knapp über Wasser hielt. Völlig entstellt und ohne Gillung, die der frühere Besitzer abgetrennt hatte, weil ihm das Geld für eine Reparatur fehlte, siechte sie dahin. Christian wollte das Wrack restaurieren und die Mariska dann mit einigen hochseeerfahrenen Freunden zum Segeln nutzen, unterschätzte aber wohl aus mangelnder Segelerfahrung das Ausmass des Unterfangens. Dennoch liess er sich nicht beirren und traf die richtigen Entscheidungen, um sein Projekt vorwärtszutreiben.“
Wie so oft bei solchen Experimenten hängt der Erfolg massgeblich von den Personen ab, die uns manchmal fast schicksalhaft begegnen. Das war auch bei der Mariska nicht anders. Christian machte während der Restauration der Jacht in der Werft „Charpentiers Réunis de Méditerranée“ in La Ciotat die Bekanntschaft des Unternehmers und Genferseeseglers Edouard Kessi. „Wenn zwei Bootsbesitzer sich treffen, erzählen sie sich natürlich Geschichten von Bootsbesitzern“, bemerkt Jacques-Henri Addor. Der erfahrenere Edouard Kessi liess seine Kontakte in der Schweizer Segelszene spielen, damit Christian Niels ein Team zusammenbrachte, und steuerte die Mariska bis 2013 sogar selbst. Damals wurde der Grundstein für die Regattakonfiguration des Teams gelegt, das heute grosse Mittelmeerklassiker gewinnt.
Grossunternehmung Segeln

Eigner und Teammitglied
