Rückblick auf die letzte Woche
Von Vincent Gillioz
Die Themen dieses 19. Newsletters 2013: Vendée Globe, Vulcain Trophy, Schweizermeisterschaften der Yngling-Klasse, der H-Boote und der Esse 8.5, Austria Cup der GC 32, Olympische Woche auf dem Gardasee, Dutch Youth Regatta und Neuigkeiten von der 75. Bol d’Or Mirabaud.
Hochseeregatten
Am 11. Mai wurden in Les Sables d’Olonne die Siegerpreise der Vendée Globe verliehen. Zu diesem Anlass hatten sich alle Teilnehmer der Königsregatta der IMOCA-Klasse eingefunden. Höhepunkt des Abends war ein wunderschönes Feuerwerk. Mehrere Zehntausend Personen wohnten dieser offiziellen Schlussfeier bei. François Gabart hinterliess seinen Handabdruck im frischen Zement des „Walk of Fame“ und verewigte sich so auf der berühmten Strasse der französischen Stadt.
Regatten in der Schweiz
Alinghi hat den ersten Event der Vulcain Trophy, das Open de Versoix National Suisse, mit haushohem Vorsprung gewonnen. Das Team von Ernesto Bertarelli klassierte sich bei neun der insgesamt elf Läufe unter den ersten drei. Realstone Sailing schaffte es auf den 2., Zen Too auf den dritten Platz. An dieser Auftaktregatta nahmen insgesamt zehn D35 teil.
Vor dem Thunersee Yachtclub wurde am letzten Wochenende die Schweizermeisterschaft der Yngling-Klasse ausgetragen. Gewonnen hat das Team Thorsten Schutt aus Deutschland knapp vor dem Österreicher Klaus Diem. Colin Nussbaum belegte als bester Schweizer Rang 3.
In Luzern konnte sich bei den H-Booten das deutsche Team der Seehas mit Skipper Sven Holzer als Sieger feiern lassen. Platz 2 ging an Oskar Koch auf White Whale, Platz 3 an Christian Fierz auf Coco, beide aus der Schweiz.
Die Esse 850 haben sich zu ihrer nationalen Meisterschaft in Rapperswiil eingefunden. 24 Boote gingen an den fünf Läufen des Wettkampfes an den Start. Alain Marchand gewann vor Christophe Renker und Daniel Schroff.
Internationale Regatten
Sechs GC 32, Hightech-Katamarane mit Foiler haben mit dem Austria Cup auf dem Traunsee ihren ersten internationalen Wettkampf ausgetragen. Adam Minoprio siegte vor Flavio Marazzi und Alexander Deuring.
Jollen- und olympisches Segeln
Am Sonntag ist die Olympische Woche auf dem Gardasee zu Ende gegangen. Hier die wichtigsten Resultate aus Schweizer Sicht: Yannick Brauchli und Romuald Hausser reichte es bei den 470ern für Rang 7. Stéphanie Rosse und Michael Gloor auf Nacra 17 belegten Rang 12.
Für hervorragende Ergebnisse sorgten die Schweizer an der Dutch Youth Regatta in Workum. Damian Suri gewann bei den Optimisten David Biedermann bei den Laser 4.7 und Sébastien Schneiter segelte bei den Laser Radial auf den ausgezeichneten 4. Platz.
Nachruf
Der Brite Andrew Simpson, zweifacher Olympiamedaillengewinner und Mitglied des Teams Artemis Racing, ist vergangene Woche bei der Kenterung der schwedischen AC72 in der Bucht von San Francisco ums Leben gekommen. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde eine Untersuchung eingeleitet. Die internationale Segelgemeinschaft erwies dem Regatteur die letzte Ehre. Die Skippers-Redaktion spricht seiner Familie und dem Team ihr herzliches Beileid aus.
Neuigkeiten von der 75. Bol d’Or Mirabaud
Artikel 18 der Wettfahrtregeln über die Systeme zum Krängungsausgleich wurde radikal geändert. Trapeze bleiben für die Boote NJ, M1 und M2 sowie für Klassen, die solche Systeme in ihren Vorschriften vorsehen, erlaubt. Neu dürfen das stehende und laufende Gut eines Bootes sowie seine Spieren und alle beweglich mit dem Bootskörper verbundenen Teile nur noch im Handbetrieb eingestellt und bedient werden (Anwendung von Art. 52 der ISAF-Wettfahrtregeln). Dies gilt auch für den Ballast. Elektrische, hydraulische und andere Systemen zum Bedienen einer Winsch oder eines Schwenkkiels oder zum Bewegen von Ballast sind somit untersagt. Alle entsprechend ausgestatteten Teilnehmer der BOM müssen beweisen können, dass die Systeme während des Rennens nicht verwendet werden können. Interessierte Segler können sich jetzt anmelden: www.boldormirabaud.ch