Die jungen Segler aus der Schweiz konnten ihre hervorragende Performace von gestern nicht wiederholen: Der dritte Tag der Red Bull Youth America’s Cup in San Francisco (USA) endet mit einem neunten und einem siebten Rang. Nichts ist noch verspielt: Es verbleiben noch zwei Läufe zu bestreiten, bzw. der achte sowie der neunte, der doppelt zählt.
Trotz sehr guten Starts und einem Team, das in Form ist, verpassten die Schweizer Segler den dritten Tag. Ihr neunter und ihr siebter Rang lassen sie auf den sechsten Gesamtrang zurückfallen; als Gründe lassen sich ein taktischer Fehler anlässlich des ersten Laufes und viele Strafen während des gesamten Tages anführen.
« Wir haben die Ereignisse nicht genug vorausgesehen, das ist sicher», vertraut sich Jerremy Bachelin, der Trimmer des Grosssegels, an. «Wir haben beide Starts gut erwischt, aber danach Fehler begangen, die uns sehr viel kosteten. »
Beim ersten Tageslauf war Team Tilt das erste Team, welches um die erste Boje rundete, ein Manöver, das sie jedoch am Ende des Feldes brachte. Der zweite Lauf zeichnete sich vorerst besser ab, aber das Team wurde wiederum durch die Jury sanktionert, bevor sie noch zu allem Pech hinzu durch das Fall des Code Zero von Next Worl Energy brutal gebremst wurden, welches sich unter den Bug des Schweizer Boot verklemmte.
« Heute haben wir wirklich das Niveau der Teams gesehen», erklärt der Coach Laurent voiron. « Unsere Schweizer segeln gegen die besten Segler ihrer Generation und sie halten sich gut! »
« Wir liegen nicht so weit hinten, das Podium ist in Griffnähe», fährt der Grossegeltrimmer fort. « Wir müssen morgen die Ereignisse besser vorhersehen und uns voll hingeben, um Fehler während der Regatta zu vermeiden. » Der Skipper Lucien Cujean behält einen kühlen Kopf : « Wir waren vielleicht zu aggressiv. Man könnte annehmen, dass das Team besser unter Druck funktioniert als wenn es in den vorderen Rängen liegt; alles wird sich morgen spielen! »
Lediglich neun Punkte trennen Team Tilt von den zweiten, Full Metal Jacket Racing. NZL Sailing Team with Emirates Team New Zealand hat hingegen eine ernsthafte Option auf den Endsieg genommen, indem sie den Tag mit zwei Siegen überflogen haben und sich damit einen Vorsprung von 17 Punkten auf den zweiten sichern.
Der letzte Lauf der Red Bull Youth America’s Cup von mrogen wird doppelt zählen, die Gelegenheit für Team Tilt, ihre Fehler wieder gut zu machen und sein Ziel zu erreichen: auf das Podium zu steigen.
Gesamtklassement nach sechs Läufen :
1. NZL Sailing Team with Emirates Team New Zealand (NZL), Peter Burling : 2-RDG-7-3-1-1 – 50 points
2. Full Metal Jacket Racing (NZL), William Tiller : 7-1-4-6-6-3 – 39 points
3. American Youth Sailing Force (USA), Mike Menninger : 1-7-3-5-7-4 – 39 points
4. Swedish Youth Challenge (SWE), Charlie Eckberg : 6-2-9-1-4-6 – 38 points
5. ROFF/Cascais Sailing Team (POR), Bernardo Freitas : 3-6-1-8-8-5 – 35 points
6. Team TILT (SUI), Lucien Cujean : 8-5-2-2-9-7 – 33 points
7. Next World Energy (FRA), Arthur Ponroy : 4-4-8-4-5-9 – 32 points
8. Objective Australia (AUS), Jason Waterhouse : RDG-10-6-10-2-2 – 30 points
9. All In Racing (GER), Philipp Buhl : 5-8-5-9-3-8 – 28 points
10. USA45 Racing (USA), Charlie Buckingham : 9-9-10-7-10-10 – 11 points
(RDG = redress awarded by International Jury)
Team Tilt :
Lucien Cujean, Skipper
Bryan Mettraux, Taktiker
Thomas Mermod, Trimmer des Vorsegels
Jonas Schagen, Nummer 1
Lionel Vaucher, Grinder
Jérémy Bachelin, Trimmer des Grosssegels
Mikis Psarofaghis, Nummer 1
Jocelyn Keller, Taktiker