Text: Quentin Mayerat

Bild: Jean-Louis Carli

Einmal mehr herrschte vergangene Woche Hochbetrieb in der Schweizer Segelszene. Resultat: eine Flut von Titeln und weiteren hervorragenden Ergebnissen. In der Schweiz fanden die Landesmeisterschaften der 15m2 SNS und der Nacra 15 statt, während in internationalen Gewässern das Rösti Sailing Team, Nils Palmieri und die Jungen der Swiss Foiling Academy Beachtliches vollbrachten.

Was das Rösti Sailing Team am Wochenende mit seiner Class40 schaffte, ist nichts Geringeres als eine Sensation: Am Normandy Channel Race setzten sich nach einem erbitterten viertägigen Kampf Simon Koster und Valentin Gautier auf den letzten Meilen gegen Ian Lipinski und Julien Pulvé durch. Ian Lipinski, doppelter Mini Transat-Gewinner und Sieger der letzten Jacques Vabre, war seit 2015 ungeschlagen. Das Schweizer Duo schaffte es dennoch, sich kurz vor der Ziellinie vor den Meister der Offshore-Regatta zu setzen. Und das bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 35 Knoten und einem aufgewühlten Ärmelkanal…

Nils Palmieri im Figaro leistete bei seiner ersten Teilnahme an der Solitaire ebenfalls hervorragende Arbeit. Obwohl die letzte Etappe mangels Wind nicht gesegelt werden konnte, klassierte sich Palmieri auf Rang 18 des Gesamtklassements und als Zweiter des Klassements der Neueinsteiger (Bizuth) –  ein vielversprechendes Resultat, vor allem wenn man bedenkt, dass er regelmässig ganz vorne mitsegelte, obschon ihn kleine Fehler jedes Mal wertvolle Meilen kosteten. Der 33-Jährige tritt nun in den Vorbereitungszyklus für die Ausgabe 2021 ein. Sein Ziel ist klar: brillieren und lernen, Risiken einzugehen!

Ebenfalls auf internationaler Ebene fand wie jedes Jahr die Foiling Week auf dem Gardasee statt. Auch hier sorgten die Schweizerinnen und Schweizer für beachtliche Ergebnisse: Sébastien Aubord und Morgan Laubert von der Swiss Foiling Academy setzten sich gegen die Flying Phantom von Tilt mit Alexandre Schneiter und Chris Johnson durch und Fabrice Rigot konnte sich in einem Feld von 48 Foil-Moths auf Rang 7 platzieren.

Gleichzeitig ging es mit dem Reigen der Schweizermeisterschaften weiter. Im Nacra 15 holten sich Axel Grandjean et Marie Mazuay den Titel, während Nils Theuninck sich im Finn erneut mit beträchtlichem Vorsprung an die Spitze der Konkurrenz setzte. Der Schweizermeistertitel der 15m2 SNS war hart umkämpft und ging schliesslich verdient an das Team von Colin Nussbaum auf Mojo, vor Markus Aebi auf Carioca.