Chinas „Stadt des Segelns“ bereitet sich auf den Empfang der Extreme-40-Flotte vor
Nur noch ein knappe Woche, dann beginnt Act 2 der 2012 Extreme Sailing Series in Qingdao. Neun internationale Teams werden in der chinesischen Segel-Metropole an den Start gehen. Die Renn-Serie kehrt damit vom 17. bis 20. April im zweiten Jahr in Folge an die Stätte der olympischen Segelspiele 2008 zurück – und damit an einen Ort, der sich hervorragend für das „Segeln im Stadion“ eignet.
Die unter omanischer Flagge fahrenden Teams Oman Air und The Wave, Muscat, liegen nach Platz 1 und 2 bei der Eröffnungsrunde auf ihrem Heimatgewässer derzeit in Führung. Morgan Larson und seine Oman-Air-Crew jagten dort dem favorisierten Pierre Pennec mit Groupe Edmond de Rothschild im letzen Rennen des letzen Tages noch den Gesamtsieg ab. Pennec will nun auf Angriff setzen: „Im vergangenen Jahr bin ich Act 2 in Qingdao zu defensiv angegangen. Das wird in diesem Jahr anders sein. Um vorne dabei zu sein werden wir auch Risiken eingehen. Das Niveau der Flotte wird sicherlich höher sein als noch vor einigen Wochen in Maskat. Quingdao ist ein sehr interessantes Spielfeld. Hier muss man jede Chance beim Schopfe packen und sehr anpassungsfähig sein“, führte Pennec aus.
Qingdao bleibt zahlreichen Seglern noch als sehr lebendig in Erinnerung. Viele von Ihnen haben hier an den Olympischen Spielen 2008 teilgenommen. Zu Ihnen zählt Roman Hagara, Skipper von Red Bull Racing und doppelter Olympiasieger: „Ich freue mich auf Qingdao. Es ist für mich wie eine zweite Heimatstadt. Wir haben vor den Olympischen Spielen einen Monat in China gelebt und auf unserem Tornado trainiert. Und natürlich war es großartig, an den Olympischen Spielen teilzunehmen.“ Red Bull Racing gehörte zu den vier Teams, die 2011 in Qingdao kenterten – an jenem Tag, der bislang als spektakulärster in der Geschichte der Serie eingegangen ist. Auch Ian Williams und das britische Team GAC Pindar fielen damals den extremen Segelbedingungen auf der Bucht von Fushan zum Opfer. „Qingdao hat uns im vergangenen Jahr alles abverlangt und das ganze Team hat dabei extremst dazu gelernt,“ erinnert sich Williams, „dieses Jahr werden wir auf alle Eventualitäten viel besser vorbereitet sein.“
Die Segelfans dürften an den Publikumstagen (18. bis 20. April) wieder in Massen zu den Rennen strömen, um die chinesischen Segler Kit Cheng und Xiaqun Song an Bord dem China Team zu unterstützen. Xiaqun Song, die 2008 bei Olympia in der Yngling-Klasse mitsegelte, ist eine von nur zwei Frauen im Feld. Die andere ist die Britin Rachel Williamson auf The Wave, Muscat. Als Einwohnerin von Qingdao profitiert Xiaqun Song von ihren Revierkenntnissen: „Vergangenes Jahr hatten einige Boote an einem Sturmtag Schwierigkeiten. Aber ich rechne damit, dass wir dieses Mal leichte Wind sowie taktisch anspruchsvolle Bedingungen erleben werden.“
Es wird auch einige neue Gesichter in Qingdao zu sehen geben. Vier Teams haben Mannschaftsumstellungen angekündigt. Der Alinghi-Segler Pierre-Yves Jorand aus der Schweiz wird von Ernesto Bertarelli die Skipper-Rolle übernehmen. Charles Favre (Schweiz), der 2011 für das Team TILT segelte, wird steuern. Christian Kamp, der dänische Segler des Jahres 2010, der im selben Jahr auch die World Match Racing Tour gewann, wird an Stelle des Briten Simon Hiscock das dänische Team anführen. Als Extreme-40-Debütanten kommen hinzu Patrick Aucour und Romain Petit. Aucour wird Loick Peyron’s Team ZouLou ergänzen, Petit ersetzt Adeline Chatenet im komplett französischen Team Groupe Edmond de Rothschild. Die vollständigen Mannschaftsaufstellungen ist hier auffindbar: http://extremesailingseries.com/teams.
Live-Übertragungen im Internet
Fans können die Rennen und die Segel-Action in Quingdao im Internet live verfolgen. Die Übertragung auf der offiziellen Website mit zahlreichen Kameras beginnt am Mittwoch, dem 18. April. Die genauen Zeiten werden noch bekannt gegeben.
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Extreme Sailing Series 2012 Stand
Rang / Team / Punkte
1. Oman Air (OMA) 10 Punkte
2. The Wave, Muscat (OMA) 9 Punkte
3. Groupe Edmond de Rothschild (FRA) 8 Punkte
4. Red Bull Sailing Team (AUT) 7 Punkte
5. GAC Pindar (GBR) 6 Punkte
6. ZouLou (FRA) 5 Punkte
7. Alinghi (SUI), 4 Punkte
8. Team Trifork (DEN) 3 Punkte