Von Vincent Gillioz
Der Skippers-Newsletter präsentiert sich in einem neuen Look. Ab heute ist der wöchentliche Rückblick auf das Segelgeschehen übersichtlich in Rubriken gegliedert. Wir hoffen, dass Ihnen der neue Auftritt gefällt und wünschen Ihnen viel Spass bei der Lektüre.
Hochsee-Regatten
Die Organisatoren haben an diesem Volvo Ocean Race ganz schön zu knabbern. Als wären die Sorgen um Piratenangriffe und die damit verbundenen Routenänderungen nicht genug gewesen, spielt jetzt auch noch das Wetter verrückt. Noch nie in der Geschichte dieser Hochseeregatta musste der Kurs so oft und so stark abgeändert werden.
Die sechs Teams sind am Sonntag in Sanya aufgebrochen – allerdings nicht wie geplant in Richtung Neuseeland. Rund vierzig Seemeilen nach dem Start wurde die Flotte gestoppt, um ein Sturmtief über dem chinesischen Meer vorbeiziehen zu lassen. Die Boote konnten ihre Fahrt erst mitten in der Nacht wieder aufnehmen. Sie wurden abhängig von ihrer Ankunftszeit gestaffelt wieder ins Rennen geschickt. Telephonica machte den Anfang, 2’20 vor Abu Dhabi und 3’34 vor Groupama. 5200 Seemeilen trennen die Boote von Neuseeland, wo sie um den 8. März erwartet werden.
Die drei noch verbliebenen Konkurrenten des Global Ocean Race, der Weltumsegelung der Class 40, befinden sich im Südpazifik. Cessna Citation hat erneut die Führung übernommen, Financial Crisis sitzt ihr aber vor Erreichen des Kap Hoorns dicht im Nacken. Pesheya-Racing liegt 750 Seemeilen hinter dem Führungsduo zurück. Ziel ist Punta Del Este an der Mündung des Rio de la Plata.
Internationale Klassen
Am 28. Februar 2012 startet in Muscat die Saison der Extreme Sailing Series. Acht Boote haben für die Regatta gemeldet. Die hochkarätige Teilnehmerliste liest sich wie das Who’s who des Segelsports. 21 Olympiasegler, davon vier Goldmedaillen- und ein Silbermedaillengewinner sind dabei. Insgesamt haben die Teilnehmer an fünfzig Atlantiküberquerungen, 47 WMs, 28 EMs, elf Rekordfahrten und sieben Weltumsegelungen teilgenommen. Loïck Peyron, der vor kurzem die Jules Verne Trophy gewonnen hat, segelt an Bord der Zoulou mit.
An der von Oman Sails organisierten Golfstaaten-Tour Sailing Arabia wird auf Farr 30 gesegelt. Es waren mehrere Konkurrenten mit von der Partie, die sonst an der Tour de France à la Voile anzutreffen sind. Die Franzosen zeigten einmal mehr, dass man ihnen in dieser Bootsklasse nichts vormacht. Gewonnen hat die Etappe nach Abu Dhabi Courrier Dunkerke. Jetzt machen sich die neun Boote auf den Weg zum 230 Seemeilen entfernten Ras Al Khaimah.
Jollensegeln
In Palamos versammelten sich fast 350 Boote zum grossen Optimisten-Treffen. Im Final setzte sich der Spanier Joan Cardona Mendez gegen Scipio Houtman aus den Niederlanden und Maxime Pedron durch. Bester Schweizer war Bastien Galland auf Rang 94.
An der internationalen Woche der Finnsegler vom 14.-17. Februar in Cannes traten 43 Konkurrenten gegeneinander an. Thomas Gautschi erreichte als bester Schweizer Platz 10.