Mehr als ein halbes Jahrhundert beschäftigt sich Jean-Pierre Marmier mit der Vermessung von Segelbooten. Angesteckt mit dem „Vermesser-Virus“ hatte ihn anfangs der 60er-Jahre Noël Charmillot. Seine ersten Schritte auf dem internationalen Parkett machte er als Soling-Vermesser und er reiste um die halbe Welt, um die Vermessungskurse des früheren ISAF-Chefvermessers Tony Watts zu besuchen. 1980 wurde das Amt des internationalen Vermessers eingeführt; es lag nahe, den Bauingenieur aus dem Waadtland mit diesem Amt zu betrauen, folgerichtig wurde er wenig später ins Measurement Committee des ISAF aufgenommen. Im Hinblick auf die olympischen Spiele in Seoul 1988 wurde er eingeladen, den Koreanern die Grundlagen der Vermessung zu erklären. Diese Einladung hat er selbstverständlich gerne angenommen und mit der ihm eigenen Gründlichkeit erledigt. Anschliessend war er an weiteren fünf Olympischen Spielen tätig, u.a. auch als Chefvermesser der ISAF.
Jean-Pierre Marmier gilt weltweit als einer der Besten seines Fachs. Er geniesst ein so hohes Ansehen, dass ihn Russell Coutts mit der Ausarbeitung der Bauvorschriften für seine RC44 beauftragte. Die ISAF hat ihn für seine Verdienste mit der goldenen Auszeichnung geehrt.
Nach mehr als 50 Jahren Mitarbeit im Verband, sei es als Vermesser, als Regionalpräsident oder Vizepräsident des Verbandes, hat sich Jean-Pierre Marmier entschieden, ins zweite Glied zurückzutreten. Er übergibt sein Amt als Chefvermesser Swiss Sailing per Anfang 2013 Guy-Roland Perrin.
Die Generalversammlung von Swiss Sailing hat den einmaligen Fachmann zum Ehrenmitglied ernannt und ihm für sein langjähriges Engagement gedankt.
