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Fünf Männer und eine Frau

von Quentin Mayerat

Richi Stauffacher nimmt zum dritten Mal teil. © Jürg Kaufmann

Die Swiss Sailing Team AG hatte eingeladen und zahlreich waren die Gäste erschienen. Sowohl in Genf als auch in Dietikon hatten sich jeweils gegen 60 Personen aus dem Umfeld der Athleten und Coaches, aber auch einige Journalisten versammelt und wollten mehr über das Team wissen.

Die Vorbereitungszeit war nicht für alle optimal. Die einzige Frau im Team, die Laserseglerin Nathalie Brugger (27), berichtete von der grossen organisatorischen Herausforderung, ihr Studium und das Training als Spitzensportlerin unter einen Hut zu bringen. „Die Konkurrenz hat nicht geschlafen, das Niveau ist in den letzten drei Jahren gewaltig gestiegen“, erklärte sie.

Die Routiniers Flavio Marazzi (34) und Enrico De Maria (35) wissen, dass es auch in ihrer Bootsklasse, dem Star, ausschliesslich perfekte Regatten braucht, um eine Medaille zu ersegeln. Doch sie sind guter Dinge: Der Speed mit dem neuen Boot von Christof Wilke stimmt und die letzten Abstimmungen werden ab Ende Juni im olympischen Segelrevier vorgenommen.

Richi Stauffacher (30), der Windsurfer, liebt die Verhältnisse vor Weymouth: „Wenn Wind- und Wetterverhältnisse garstig sind, dann fühle ich mich auf dem Brett wohl; scheint die Sonne, kann ich mich an Land erholen – für mich perfekt.“ Sein Ziel (nach einem 24. und 14. Rang): das Erreichen eines olympischen Diploms.

Nathalie Brugger (Laser), die einzige Frau im Team © Jürg Kaufmann

Die Youngsters im Team, die 470er-Segler Yannick Brauchli (24) und Romuald Hausser (24), freuen sich natürlich über ihre Selektion durch Swiss Olympic. Zeit, diesen Erfolg zu feiern, hatten sie aber nicht, wie Hausser erklärt: „An jenem Abend waren wir an einer Regatta.“ Ihr Hauptziel wird das Sammeln von Erfahrungen sein.

Schliesslich resümierte Tom Reulein, der Delegationschef der SST: „Jeder Athlet soll in Weymouth die Regatta seines Lebens segeln!“ Die Anwesenheit der vielen Freunde und Unterstützer hatte seinen Effekt. Die Athleten waren vif und man merkte es: Alle wollen jetzt endlich zeigen, wofür sie in den vergangenen Jahren trainiert haben!

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