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Skippers

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Max zeigt Maximalleistung

von Quentin Mayerat

® Jürg von Allmen

Wer den Weltmeistertitel heimgeholt hat, kann damit rechnen, dass die ausländische Konkurrenz an der nationalen Meisterschaft auftaucht, um zu sehen, wie hier gesegelt wird. Alberto Casco, Präsident von Swiss Optimist, der während der ganzen Woche am Thunersee anzutreffen war, bestätigt: „Ja wir hatten mehr ausländische Teilnehmer als sonst. Von den 190 startenden Booten waren 80 aus elf verschiedenen Nationen angereist. Die spanischen, deutschen und belgischen Athleten wurden sogar von ihren Nationaltrainern begleitet.“

Die SNG gewinnt mit Max Wallenberg den Meistertitel. ® Jürg von Allmen

Die ausländische Konkurrenz bekam in Oberhofen während der ganzen Woche mehr als nur heisses Sommerwetter geboten. Liebhaber von Starkwind kamen zwar nicht auf ihre Rechnung, aber für ein Schweizer Binnengewässer präsentierten sich die Verhältnisse durchaus passabel, jedenfalls konnte an jedem der sechs Tage gesegelt werden. Meist gab es morgens schon eine Wettfahrt. Während der Mittagshitze konnten sich die jungen Segler dann am Ufer im Schatten erholen, bevor nachmittags die Thermik einsetzte.

Solène Marini von der CNM, bestes Mädchen an der SM, wird die Schweiz auch in Polen vertreten. ® Jürg von Allmen

Bedenken wegen der engen Platzverhältnisse in Oberhofen wurden schnell ausgeräumt, die Platzierung der Boote und das Ein- und Auswassern funktionierten reibungslos. Der Regattaverein Oberhofen, der auf die Unterstützung der Nachbarclubs aus Spiez und Thun zählen konnte, sorgte für schnelle Kurssetzung und kompetente Wettfahrtleitung. Auch die Behörden im Berner Oberland zeigten sich äusserst kulant. Sie stellten nicht nur den Seeplatz, sondern sogar das Parkhaus unentgeltlich zur Verfügung und erlaubten das Campieren rund um das Gemeindehaus am See. Hier hat man realisiert, wie viel Wertschöpfung eine Regatta mit Kindern bringt, die ja meist Familienanhang mitbringen.

® Jürg von Allmen

Klassenmeisterschaft Team Race

Der Team-Race-Wettbewerb wurde erstmals direkt vor einer Opti-SM ausgetragen – eine gute Gelegenheit, das Revier besser kennenzulernen. 16 Mannschaften hatten sich gemeldet. Sie traten in zwei Gruppen zur Round Robin an. Für Diskussionen sorgte das Finale zwischen den Seglern des SC Cham und der einheimischen Mannschaft aus Oberhofen. Weil der Wind eingeschlafen war, schoss Regattaleiter Bruno Zeltner den Lauf ab. Die schnellsten Segler befanden sich aber schon 30 Meter vor dem Ziel, der Heimclub in führender Position. „Ich hatte in ähnlichen Situationen schon Wettfahrten abgeschossen, also habe ich das auch hier getan. Die Teilnehmer hätten sich nur noch mit Pumpwenden ins Ziel gemogelt, das hätte kein reguläres Finale gegeben“, begründete Wettfahrtleiter Zeltner seine Entscheidung. Cham gewann so etwas glücklich den Swiss Optimist Team Race Cup, hatte aber ein Punktepolster aus der Vorrunde mitgebracht.

Souveräner Max Wallenberg

Bereits zum Auftakt der eigentlichen SM zeigte Max Wallenberg von der SNG, dass er sich in ausgezeichneter Verfassung befindet. Mit zwei Laufsiegen setzte er sich souverän an die Spitze und liess dann nichts mehr anbrennen. Der 14-jährige Genfer fuhr so konstant Spitzenplätze ein, dass er es sich leisten konnte, am Schlusstag seine zwei Streichresultate abzuliefern. „Wir haben bei der SNG das Wintertraining enorm intensiviert, das hat mich sehr viel weitergebracht“, meinte der neue Schweizermeister, der letztes Jahr noch auf Platz 52 gelandet war. Sieben Punkte betrug sein Vorsprung schliesslich noch auf die zweitplatzierte Spanierin Aina Colom, die letztes Jahr an der WM in Argentinien bestklassiertes Mädchen war.

Auch die Ergebnisse der übrigen Swiss Optimist Segler können sich in diesem hochkarätigen Feld sehen lassen. Fünf Schweizer platzierten sich unter den ersten acht. Lokalmatador Nick Zeltner kämpfte sich nach dem Frust bei der Team Race SM und einem BFD am Starttag noch auf den fünften Platz vor und Leonardi Finazzi, der zweitbeste Genfer, drehte am Schlusstag mit zwei Siegen noch kräftig auf. Überraschend auch die Leistung des erst zehnjährigen Chamers Maxime Thommen: Er gewann nicht nur die U12-Wertung, sondern konnte sich auch im Gesamtfeld auf dem siebten Rang klassieren.

WM im Fokus

Swiss-Optimist-Präsident Alberto Casco zeigte sich zufrieden, dass mittlerweile Segler aus verschiedenen Regionen ein so hohes Niveau erreicht haben und sieht hinter den Erfolgen auch die tatkräftige Unterstützung durch die Swiss Sailing Team AG. Ende August muss die Schweiz den WM-Titel verteidigen – ein schwieriges, ja wahrscheinlich unmögliches Unterfangen. Vier Jungs und ein Mädchen werden mit dieser schweren Bürde nach Polen reisen. Nicht dabei ist der neue Schweizermeister Max Wallenberg. Er hat die Qualifikation nicht geschafft, nimmt es aber gelassen: „Mein Ziel war die EM in Wales, für eine Weltmeisterschaft kann ich mich ja auch 2016 noch qualifizieren.“

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