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Der LSC hat zwei Segelweltmeister

von Quentin Mayerat

 

 

 

Der LSC hat zwei Segelweltmeister in der 8mR Sira Klasse und einen in der First Rule

Nach Toronto und Flensburg gelang es der kanadisch-deutschen Crew erneut auf der „RAVEN“ den 8mR Sira Weltmeister Titel in Cowes zu holen, mit an Bord war wieder Reinhard Brucker und mit Heiko Buhmann ein weiterer LSC Segler.

Vorab, als Warm-Up wurde die Cowes Classic Week (7. 14. Juli) als Vorbereitung für die darauf folgende Internationale 8 Meter World Championship genutzt. Das eingespielte Team der letzten Jahre mit den Eignern Mark De Celles und Richard Self sowie den Crewmitgliedern aus dem Royal Canadian Yard Club (RCYC) aus Toronto Bryan Gooderham, Hugh Beaton, Mike Molloy und unseren LSC’lern konnten sich bereits am ersten Wettfahrttag gegen Starkwind, Strömung und internationale Konkurrenz durchsetzen. Windbedingungen bis 27 Knoten Wind und ca. 1 2 Meter Wellen meisterte das eingespielte Team mit Bravour. Die darauf folgenden Wettfahrttage waren geprägt von starken Strömungen, Starkwind und vielen verschiedenen Fahrwassertonnen die als Marken von der Wettfahrtleitung genutzt wurden. Von klassischen „Up and Downs“ bis mittlere und langen Wettfahrten war alles gegeben. Das Sailingteam „RAVEN“ konnte bei allen Wettfahrten den Sieg nach Hause fahren, besonders hervorheben möchten wir einen besonderen Wettfahrtag, wo die Wettfahrtleitung sich für einen Massenstart mit klassischen Yachten bis 90 Fuß (27,43m) entschied. Auch hier konnte die RAVEN-Crew einen 3. Gesamt-Platz verbuchen und gewann somit nicht nur die Panerai British Classic Week der 8mR, sondern auch den Pokal über alle Meterklassen.

Anbei ein paar Daten für die technisch Interessierten:

Technische Daten Segelyacht „RAVEN“ CAN 25:

– Baujahr: 1938

– Konstrukteur: Dock/A. Mylne

– Länge über alles: 14,9 m

– Gesamtgewicht: 8,93 t

15. Juli Start der 8mR World Championship im Royal Yacht Squadron (RYS)* Cowes

Am 15. Juli wurde das Prakticerace bei Windgeschwindigkeiten bis 26 Knoten in Böen gesegelt und forderten bereits alles von Mannschaft und Material. Die ersten Schäden und ein Crash waren das Resultat, bevor es überhaupt losging.

Am 16. hatten sich die Wetterbedingungen weiter verschlechtert.

Starkregen und Sturm bis über 40 Knoten Wind, machten es unmöglich zu segeln (Layday!)

Am 17. Juli hatten sich für britische Verhältnisse Wind und Wetterbedingungen gebessert, so dass nun bis zum Ende 8 satte Rennen durchgeführt wurden.

Es herrschten die ganze Woche Windgeschwindigkeiten von „leichten“ 16 Knoten bis zu „schweren“ 28 Knoten in den Böen. Die Bedingungen gestalteten sich durchweg als schwierig und sehr, sehr salzig-nass. Es kam in der laufenden Woche zu weiteren Schäden, die meist in der Nachtschicht behoben werden konnten, bis auf dem Mastbruch an der „YQUEM II“ vom Genfer See.

Die „RAVEN“ konnte mit einem notreparierten Schaden am Großbaum jedoch an allen Rennen teilnehmen. Nach harten Kämpfen konnte der Sira-WM Titel wieder erfolgreich verteidigt werden, und sogar im Gesamtresultat den hervorragenden VIZE-Titel, nach der britischen modernen 8mR Yacht „LaFayette“, sichern. Auch der LSC- Präsident Andy Ober trotzte auf der „SVANEVIT“ Wind und Welle.

Sehr erfolgreich waren auch weitere LSC Mitglieder auf der Sposa, die mit sieben ersten Plätzen eine souveräne Vorstellung in der „First Rule“ Klasse ablieferten und in dieser Klasse den WM Sieg nach Hause holten. Das zeigt, dass sich durchaus die Jugend vom See mit Skipper Robbi Nitsche erfolgreich auf den Weltmeeren schlagen kann.

Gefeiert wurde abschließend mit königlichen Arien, die diese WM unvergesslich machten.

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