Zwölf Spitzensegelteams, darunter sechs der zehn weltbesten Match Racing Segler, machen das St. Moritz Match Race auch im Jubiläumsjahr 2012 zum bedeutendsten Wettkampf im Schweizer Profisegelsport. Die beiden Schweizer Teams haben eher Aussenseiterchancen: Eric Monnin und Jérôme Clerc hoffen – endlich – auf einen Schweizer Erfolg auf dem St. Moritzersee.
St. Moritz, den 21. August 2012 – Die Grossen des internationalen Profisegelsports messen sich kommende Woche auf einem kleinen Bergsee: Vom 28. August bis zum 2. September findet zum zehnten Mal das St. Moritz Match Race statt; es ist die fünfte Etappe der Alpari World Match Racing Tour – der Weltmeisterschaft in dieser Disziplin. Wie jedes Jahr kommen die weltbesten Spezialisten ins Engadin.
Mit dabei sind der Brite Ian Williams, aktueller Weltmeister in dieser Disziplin, sowie Björn Hansen (SWE) und Pierre-Antoine Morvan (FRA), welche im momentanen Zwischenklassement der World Tour führen. Ein Heer an Spitzenseglern aus der südlichen Hemisphäre komplettiert das Feld. Sie werden angeführt vom ehemaligen America’s Cup Teilnehmer Peter Gilmour – der Veteran gilt als absolute Legende im internationalen Segelsport. Aus Neuseeland reisen nicht weniger als vier Teams um die Skipper Phil Robertson, Laurie Jury, Keith Swinton und Josh Junior ins Engadin. Der Franzose Mathieu Richard, Sieger von 2008 und 2010, reist mit einer Wild Card an. Das Teilnehmerfeld ist hochkarätig!
Das Gastgeberland Schweiz wird durch das Team Okalys-Corum von Eric Monnin sowie das Team des Centre d’Entraînement à la Régate von Jérôme Clerc repräsentiert. Letzteres konnte sich am vergangenen Wochenende durch den Sieg an den Schweizermeisterschaften in Romanshorn qualifizieren.
In den vergangenen Jahren hatten die Schweizer Teams einen harten Stand gegen die grossen internationalen Namen. Eric Monnin, der beste Schweizer Match Racer, hatte 2007 mit einem dritten Platz für das beste Schweizer Resultat in der Geschichte des St. Moritz Match Race gesorgt. Dennoch kam er in den vergangenen drei Jahren nicht über einen zehnten Platz hinaus, während sich Jérôme Clerc, der talentierte Skipper des Centre d’Entraînement à la Régate aus Genf, in den Jahren 2010 und 2011 je auf dem zwölften Rang klassierte.
«Man muss auf dem Boden bleiben: Die Weltbesten segeln anlässlich der World Match Racing Tour das ganze Jahr, während wir nur an einigen Wettkämpfen teilnehmen. Wir sind hier die Outsider. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wir noch das eine oder andere Ass im Ärmel haben und den Jungs die Party verderben können», meint Eric Monnin dazu.
Jérôme Clerc erklärt, dass auch das Gewicht der Mannschaften von entscheidender Bedeutung ist: «Die Teilnehmer der World Tour haben ein Durchschnittsgewicht von 87 Kilogramm. Im vergangenen Jahr haben uns rund 50 Kilos gefehlt, was fast einem halben Mann entspricht. Das ist gewaltig!» Der neue Schweizermeister ist überzeugt, dass er die besten internationalen Segler schlagen kann. Er sucht händeringend nach einem neuen Vorschot-Trimmer, der ein Crewmitglied seiner Stammzusammensetzung vertreten könnte, welches in der kommenden Woche nicht mit dabei sein kann. Der Ersatz sollte nach Möglichkeit die Kleinigkeit von 120 Kilogramm auf die Waage bringen…