Eigentlich soll das Barcelona World Race ja ein Wettkampf sein, bei dem alle Teilnehmer und Boote wohlbehalten eintreffen. Dafür sind ja auch die technischen Stopps vorgesehen. Das vorzeitige Aus der Mirabaud und der Groupe Bel in der letzten Woche hat aber gezeigt, dass eine Weltumsegelung ein schwieriges Unterfangen bleibt und das Material dabei arg strapaziert wird. Die Segler haben glücklicherweise keinen Schaden genommen. Dominique Wavre und Michèle Paret müssen aber noch eine Lösung finden, wie sie ihr Boot in einen argentinischen Hafen bringen. An der Spitze verfolgen die Teams ihren Kurs unbeirrt weiter. Jean-Pierre Dick und Loïck Peyron auf Virbac Paprec 3 nähern sich dem Äquator und weisen angesichts der verschiedenen Boxenstopps einen schon fast unverschämten Vorsprung auf. Bevor sie jubeln können, müssen sie allerdings noch den Nordatlantik und einen Teil des Mittelmeers durchqueren.
Auch der Einhandsegler Thomas Coville ist vor Brasilien unterwegs. Er beweist eine unglaubliche Zielstrebigkeit. Nachdem er zwischenzeitlich bis zu 1200 Seemeilen hinter der Richtzeit der bisher schnellsten Einhand-Weltumsegelung zurücklag, weist er nun 200 Seemeilen Vorsprung auf und baut diesen weiter aus. Er hat den Rekord zwar noch nicht in der Tasche, aber diese unglaubliche Aufholjagd zeigt eindrücklich, welches Potenzial in dem Segler steckt.
In Marseille sind die Match Racer in die Saison gestartet. Am Y’s Cup siegte Jesper Radich aus Dänemark vor dem Franzosen Bertrand Pacé, Damien Iehl und Pierre-Antoine Morvan. Die Rangliste wurde nach den Round Robins erstellt, da die Finalläufe wegen der stürmischen Bedingungen im Hafenbecken von Marseille abgesagt werden mussten.
Auch die Melges 24, die am Volvo Cup 2011 im italienischen San Remo um Titel und Ehren kämpften, mussten den Wettkampf wetterbedingt bereits nach drei Läufen abbrechen. Gewonnen hat der Italiener Alberto Bolzan auf Saetta. Sein Landsmann Matteo Balestrero auf Giogi belegte den zweiten, Michael Hestbaek aus Dänemark den dritten Podestplatz. Die Schweizer Teams von Michael Good und Alain Stettler klassierten sich beide im Mittelfeld (24. und 25.).
Die Opti-Segler trugen auf dem Luganersee die erste Regatta der Schweizer Punktemeisterschaft aus. Wolf Van Cauwenberghe von der SNG setzte sich mit einem Punkt Vorsprung auf die punktgleichen Camillo Casco vom SCC und Salomé Rouiller vom CNM durch.
Heute hat der Ticketverkauf für die Olympischen Spiele 2012 begonnen. Wer sich den Eintritt für einen der Wettkämpfe sichern will, sollte sich sputen. In sechs Wochen, genau am 26. April 2011, ist nämlich bereits wieder Schluss. Die Tickets können online unter www.london2012.com oder beim nationalen olympischen Komitee (Swiss Olympic) bestellt werden.