Christian Sprecher vergleicht AC und 470: „wie beim Americas‘ Cup ist auch bei den 470ern zwei Tage vor Beginn der SM noch längst nicht alles klar, was die Gültigkeit des Events garantiert. Allerdings sind die Anforderung in der streng reglementierten Schweiz auch einiges höher, müssen nämlich ganze 18 Meldungen aus der Schweiz vorliegen (oder 15 aus der Schweiz und 15 Ausländer?!) und alle müssen mindestens in einem Lauf starten. Da hat es der AC etwas einfacher, wenn bereits ein Boot genügt, um eine Wettfahrt durchzführen. „
Problematisch ist übrigens nicht eine grundsätzlich geringe Beteiligungen in der schweizer 470er-Szene, sondern verschiedene andere Umstände, Die Profis sind in den Vorbereitungen fü die WM in La Rochelles, Studierende arbeiten an Masterarbeiten, der TYC veranstaltet sein clubinternes Trainingslager für 470er zur gleichen Zeit und zu guter letzt fällt noch ein Team der knappen Meldeliste verletzungsbedingt aus. Wohl nicht ganz zu Unrecht fragt man in der 470er-Szene nach dem Sinn eines Reglements, das unter Umständen die Meisterschaft einer aktiven Olympiaklasse verunmöglicht.
Gleichwohl ist die Ausganglage in Abwesenheit unseres Olympiateasms offen wie selten. Mit Erni/Zurfluh (zweifache Saisonsieger im Swiss-Cup), Flessati/Rüdlinger (Vizemeister 2011), Fahrni/Siegenthaler und Rigot/Rigot sind gleich vier junge, ambitioniete Teams international unterwegs und werden versuchen sich gegen die gestandenen Teams zu behaupten. Etter/Steiger, Monnin/Brügger, Seger/Wagner und Erni/Sprecher werden dagegen alles versuchen, noch nicht zum alten Eisen zu gehören und sind wohl auch noch für Spitzenränge gut.
Für Spannung scheint also auf und neben dem Wasser gesorgt zu sein, wie sich das zum 50. Gebutstag der 470er-Klasse auch gehört. Wir werden laufend vom Reschensee berichten.