Vom 21. – 27. Juli 2013 trifft sich die Elite der Yngling-Segler in Brunnen am Vierwaldstättersee zur Weltmeisterschaft 2013. Neben den Spitzenseglern aus der Schweiz erwarten die Organisatoren rund 60 Boote aus der ganzen Welt, vornehmlich aus Australien, Dänemark, Deutschland Holland , Norwegen, Oesterreich, Schweden und den USA. Organisiert wird das Grossereignis gemeinsam vom Regattaverein Brunnen und der Swiss Yngling Klassen-Vereinigung.
Unter den Spitzenseglern, die im Juli auf dem Urnersee und im Gersauer Becken um den Titel des Weltmeisters 2013 kämpfen, werden die meisten Landesmeister erwartet. Vorgängig zur eigentlichen Weltmeisterschaft findet vom 19. – 21. Juli, ebenfalls in Brunnen, die Jugend-Europameisterschaft der Yngling-Klasse statt. Parallel dazu wird ausserdem der Crystal-Cup ausgetragen. Dieser bietet eine ideale Trainingsmöglichkeit, auch für jene Yngling-Segler, die sich nicht für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft qualifizieren konnten.
Veranstalter mit langjähriger internationaler Erfahrung
Als Regatta-Basis dient die Marina Fallenbach ausserhalb von Brunnen. Sie verfügt über die notwendige Infrastruktur für internationale Wettkämpfe dieser Grössenordnung. Dass der organisierende Regattaverein Brunnen für die Durchführung der Weltmeisterschaft der Yngling-Klasse beste Voraussetzungen mitbringt, beweist die Geschichte des 1963 gegründeten Clubs. Neben den traditionellen August-Regatta-Wochenenden und den Herbstregatten führte der RVB u.a. drei Weltmeisterschaften, zwei Europameisterschaften und 25 Schweizermeisterschaften durch. Im Jahr 2002 organisierte der Verein bereits einmal die Weltmeisterschaft der Yngling-Klasse.
Der Yngling – attraktiv für Top-Segler wie für gemütliches Familien-Segeln
Gezeichnet wurde der Yngling vom Norweger Herman Linge, dem Konstrukteur des Soling. Linges ursprüngliche Idee war es, ein kleines Kielboot für seinen Sohn, Øyvin, zu entwickeln. Dieser war zu jenem Zeitpunkt gerade einmal 14 Tage alt. Daher der Name „Yngling“, was auf norwegisch Jüngling bedeutet. Das war 1967. Der Yngling ist aber mehr als nur ein kleiner Bruder des Soling. Linge wollte unter Beibehalt der meisten Charakteristika des Soling ein kleineres, leichteres und einfacher zu handhabendes Boot schaffen, das sowohl den Nachwuchs als auch erfahrene Regattasegler zu faszinieren vermag.
Dass ihm dies gelungen ist, zeigt die grosse Beliebtheit des Yngling. Allein in der Schweiz sind über 350 Boote registriert. Die grössten Flotten findet man auf dem Zürichsee, dem Hallwilersee sowie auf dem Thunersee. Die Yngling-Klasse ist eine der aktivsten Kielboot-Regattaklassen in der Schweiz. Das Boot ist für vier Personen zugelassen, kann aber selbst unter Spinnaker von zwei Personen leicht und sicher geführt werden. An den Schwerpunkt- und an regionalen Regatten in der Schweiz wird der Yngling zu Zweit oder zu Dritt gesegelt. Bei Europa- und Weltmeisterschaften sind drei Crewmitglieder vorgeschrieben.