Die Toucan hatten mehr Glück als die Grand Surprise eine Woche zuvor. Zur 40. Jubiläumsfeier dieses genialen, von Louis Noverraz gezeichneten Genfersee-Racers profitierten die Segler von herrlichen Windbedingungen. An der Klassenmeisterschaft, die vom 9.-11. September vor der SNG ausgetragen wurden, stand nach sieben Starkwindläufen Aquarius von Grégoire Bordier als Sieger fest. Magic Narhval von Michel Gusthiot folgte punktgleich mit dem Erstplatzierten auf Rang 2. Yves Gaussin auf Incisif vervollständigte das Podest. 29 Boote hatten an dieser Ausnahmeregatta zum runden Geburtstag des Toucans teilgenommen und gezeigt, dass er noch eine lange Zukunft vor sich hat.
Ebenfalls auf dem Genfersee haben Alain Thébault und sein Team die guten Bedingungen der letzten Tage genutzt, um einen neuen Rekordversuch zu starten. Am 7. September schlug der Hydroptère.ch zwischen Genf und Lausanne seinen alten Stundenrekord mit einer neuen Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,6 Knoten. Dabei konnten die drei segelnden Ingenieure Daniel Schmäh, Stéphane Dyen und Davy Moyon wertvolle Daten über die Flugstabilität unter Gennaker sammeln, die ihnen bei der Entwicklung des von Thébault entworfenen Bootes sehr hilfreich sein werden. In der nächsten Skippers-Ausgabe können Sie mehr darüber lesen.
Auf dem Meer war La Grande-Motte vom 8.-11. September Schauplatz der 22. Trophée Clairefontaine. Nicolas Charbonnier löste Loïck Peyron, den Gewinner von 2010, als Sieger ab. Er wurde dabei von zwei talentierten Teammitgliedern unterstützt: Tanguy Cariou, der sonst mit Alinghi segelt, und Christophe Espagnon. Die Entscheidung fiel auf den letzten Metern der neunten und letzten Regatta. Hinter Nicolas Charbonnier segelte François Gabart bei seiner ersten Teilnahme gleich auf Platz 2. Platz 3 und 4 gingen an Pascal Bidégorry und Michel Desjoyaux.
Das zweite Aufeinandertreffen der AC 45 in Weymouth wurde von den Segelfans natürlich gespannt verfolgt. Bei den Flottenregatten ersegelte sich Energy Team hinter dem Sieger Spithill einen guten 4. Platz. Bei den zahlreich erschienenen Zuschauern kamen die Speedruns besonders gut an. Der Wind mit Böen von bis zu 35 Knoten schonte niemanden; drei Boote kenterten sogar. Glücklicherweise kamen aber weder die Teams noch die Boote zu Schaden.
In der Bretagne holte sich Alois Claquin in der Mondial Class40 mit fünf von sieben vor Odet ausgetragenen Läufen einen souveränen Sieg. Die von Sam Manuard entworfene werftneue Mach 40 Jack in the Box stellte ihr Potenzial eindrücklich unter Beweis und lässt für die Transat Jacques Vabre, die Ende Oktober in Le Havre startet, Grosses erhoffen.
Und zum Schluss: Im Audi MedCup fängt Anfang dieser Woche der letzte Event an. Die acht TP52 und die fünf Soto40 machen in Barcelona den Saisonsieger unter sich aus. Momentan führt die amerikanische Quantum Racing das Geschehen an, dicht gefolgt von Audi Azzura und Container. Bei den 40-Fuss-Booten liegt Iberdrola mit einem soliden Vorsprung vor den Verfolgern an der Spitze und dürfte eigentlich in diesem Finale nicht mehr einzuholen sein.