
Zoë Pfeiffer/Lea Rouiller (420er), Julian Flessati/Tobias Rüdlinger (470er), Michèle Guggisberg/Michelle Flück (420er) © Marco Brunner
Trainiert wurde meistens bei Leichtwind und viel Sonnenschein, nur selten zeigte sich die See von ihrer stürmischen Seite. Den Optimisten, die mit Zizi Staniul erst im Februar ihr Training aufnahmen, war’s recht. Als Coaches für die 420er und 470er amteten Magali Palanca und Matias Bühler. Für die LaserseglerInnen kam es zu einer Premiere: Sie arbeiteten zum ersten Mal mit Sandi Deklava zusammen. Der Slowene war an den olympischen Spielen 2000 in Sydney bereits für das nationale Laserteam seines Landes zuständig.

Die Optimisten trainierten hart, der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch. © Marco Brunner
Ebenfalls anwesend war Tom Reulein, der SST-Headcoach. Die Nachwuchsarbeit ist für ihn nicht nur eine Herzensangelegenheit, sie hat auch einen hohen Stellenwert. Sein Eindruck von den Trainings am Mittelmeer: „Wir haben auf alle Fälle einige hochtalentierte Seglerinnen und Segler auf dem Wasser gesehen. Aber auch Talente müssen trainieren – gefragt ist nicht nur Inspiration, sondern auch Transpiration.“
Persönliche Erlebnisse von Mimii und Michelle
Die Nachwuchssportler transpirierten häufig und intensiv. Hier einige Auszüge aus dem Blog von Michèle Guggisberg und Michelle Flück, 420er-Seglerinnen vom Thunersee Yacht Club: „Die Tage verliefen ähnlich: Um viertel vor acht war Tagwacht, worauf ein Morgenfooting folgte. Wir joggten ein wenig dem Meer entlang, genossen die frische Morgenluft und machten danach ein paar Dehn- und Kraftübungen. Wir absolvierten je eine Morgen- und eine Nachmittagssession, am Abend analysierten wir alle Videos genau und versuchten viel daraus zu lernen.“ Aber nicht nur seglerisch profitierten die beiden: „Im Moment sind es drei Boote, die hier trainieren; eines aus dem Tessin, eines aus der Welschschweiz, wir und unser Trainer, der Argentinier ist und Spanisch spricht; Trainingssprache ist Englisch. Super, wir sind drei Teams und sprechen fünf Sprachen.“ Und schliesslich kam es auch zum internationalen Austausch: „Für das Internet muss man hier zur Rezeption gehen, also sitzen alle hier unten. Die deutschen Segler sind auch hier. Sie verstehen unser Schweizerdeutsch nicht und meinen wir sprächen Französisch.“

Fröhliche 420er-Teams trotz Trainigsstress. © Marco Brunner