Zum Hauptinhalt springen

Skippers

🏛 » Interview mit Russell Coutts, CEO von SailGP

Interview mit Russell Coutts, CEO von SailGP

von Pierre-Antoine Preti

In dieser sechsten Saison ist SailGP weitergewachsen – durch mehr Grand-Prix-Veranstaltungen und mehr Teams. Das ist ein gutes Zeichen für die Dynanik des Projekts…

Unsere Saison 2026 ist die bisher grösste. Wir sind ehrgeizig in unserem Wachstum und unserer Positionierung und verzeichnen eine starke Nachfrage von Städten und Partnern weltweit, die Teil der Meisterschaft sein möchten.

Wir haben ein enormes Wachstum sowie eine zunehmende globale Markenbekanntheit und Beliebtheit erlebt, aber wir sind immer bestrebt, voranzukommen – und wir haben noch grössere Pläne, wenn es darum geht, in den kommenden Jahren sowohl die Anzahl der Teams als auch die Anzahl der Rennen zu steigern.

Die Frage der Finanzierung des Circuits ist bei SailGP stets ein Diskussionsthema – das Projekt wird nach wie vor vom Oracle-CEO Larry Ellison finanziell unterstützt. Haben Sie inzwischen finanzielle Stabilität erreicht?

Ja. Der Wert der Teams ist bemerkenswert gestiegen, und wir haben die Erlöse aus dem Verkauf dieser Teams reinvestiert. In dieser Hinsicht erwirtschaften wir bereits einen positiven Cashflow.

Was die Veranstaltungen betrifft, werden sie dieses Jahr zum ersten Mal profitabel sein – das ist ein grosser Schritt nach vorne. Wir erwarten, bis Ende 2027 die vollständige Rentabilität zu erreichen.

„Grand Prix“, „Driver“ – das Vokabular von SailGP ist stark von dem des Motorsports geprägt. Bedeutet das, dass die Formel 1 SailGPs wichtigste Inspirationsquelle ist?

Wir haben immer gesagt, dass SailGP für den Rennsportfan da ist – nicht nur für den typischen Segelfan. Das ist der schnellste und technologisch fortschrittlichste Rennsport der Welt – aber auf dem Wasser. Unsere Sprache spiegelt das wider.

Wir gewinnen eine jüngere und grössere Fangemeinde als je zuvor in diesem Sport, indem wir actionreiche Rennen für ein breites Sportpublikum bieten.

Sie haben in der Schweiz gelebt. Ihre Kinder wurden dort geboren. Sie sind auch auf dem See gesegelt und haben einen Bol d’Or du Léman gewonnen. Was bedeutet Ihnen diese Veranstaltung?

Ich habe wirklich schöne Erinnerungen an die Schweiz und eine enge Verbundenheit mit Genf, da wir so viele Jahre dort verbracht haben und unsere Kinder dort geboren wurden.

Mit einer gewissen Nostalgie kehren wir zurück – wir kennen die Schweizer gut und haben viele schöne Erinnerungen.

Aus Veranstaltungssicht ist die Qualität der Infrastruktur hier ausgezeichnet. In der Schweiz funktioniert alles: grossartige Hotels und wirklich angenehme Einrichtungen. Es gibt auch viele bedeutende Unternehmen in der Schweiz, und unser Titelpartner Rolex hat hier seinen Hauptsitz – das ist für uns von entscheidender Bedeutung.

Letztes Jahr waren alle überrascht vom grossen Andrang. Haben Sie mit so vielen Menschen gerechnet? Glauben Sie, dass Sie diesen Erfolg wiederholen können?

Genf ist ein fantastischer Standort für uns, und wir waren sehr erfreut über die starke Fangemeinde im letzten Jahr mit einem ausverkauften Event. In diesem Jahr haben wir unsere Kapazitäten erhöht, um noch mehr Fans bei SailGP zu begrüssen – sowohl auf der Waterfront Grandstand als auch in unserem neuen Premium-Waterfront Grandstand-Bereich.

Was das Rennen selbst betrifft: Genf liegt mitten in Europa. Die Bergkulisse ist atemberaubend. Wenn man an unsere Ziele zu Beginn der Liga denkt – eine globale Meisterschaft in ikonischen Städten zu veranstalten – dann erfüllt Genf genau das.

Der See ist normalerweise ein Leichtwindrevier, insbesondere ausserhalb der Wintermonate. Das stellt eine interessante Herausforderung für unsere Rennteams dar, denn sie müssen sich auf diese unterschiedlichen, stark wechselhaften Bedingungen einstellen. Es ist in vielerlei Hinsicht ganz anders als das Segeln auf dem Meer. Diese Variabilität ist gut für die Meisterschaft. Sie bringt Abwechslung und testet unterschiedliche Fähigkeiten.

Dans la meme categorie