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Australien will zurück an die Spitze

von Gregoire Surdez

In einer immer härteren und hochklassigeren Meisterschaft hat Tom Slingsby gleich zu Beginn ein klares Zeichen gesetzt. Nun hofft er, in ein einem packenden Saisonfinale in Genf an diesen Erfolg anzuknüpfen.

Man nimmt dieselben – und fängt von vorne an. Aber noch besser. Noch schneller, noch höher und noch näher beieinander. Im Jahr 2026 haben die Stars der Rennserie die Messlatte in Sachen Leistung und Risikobereitschaft erneut höher gelegt. Mit einem Feld, das durch die Ankunft des schwedischen Teams Artemis Racing (die Ankündigung erfolgte im September 2025 in Genf) noch breiter geworden ist, wird der Kampf um die Podestplätze immer umkämpfter. Daher überrascht es nicht, dass das australische Team unter der meisterhaften Führung von Tom Slingsby weiterhin das absolute Maß aller Dinge im SailGP bleibt. Nach zwei Saisons ohne Titel hat der eiskalte Skipper im Jahr 2026 von Beginn an ein Zeichen gesetzt und sich 3 der ersten 4 Grands Prix der Saison gesichert (Perth, Auckland und Rio de Janeiro).

Vor einem Jahr kam Australien auf dem Süßwasserrevier des Rolex Switzerland SailGP bereits bestens zurecht (Platz 2 hinter Deutschland und knapp vor der Schweiz). Und da für Tom Slingsby nur eine Steigerung infrage kommt, ist er in einer hervorragenden Ausgangslage für eine eindrucksvolle „Lake Ovation“ – so wie er es selbst nach dem ersten Schweizer SailGP formuliert hatte.

Es gibt viele Herausforderer, die um die Ehren von Nebelhörnern und Kuhglocken kämpfen werden. Dylan Fletcher, der große Gesamtsieger der letzten Saison, fährt 2026 mit seinem Team Emirates GBR wieder ganz vorne mit. Er profitiert erneut von der Unterstützung durch Hannah Mills, der zweifachen Olympia-Goldmedaillengewinnerin und genialen Taktikerin.

Die Zuschauer an den Genfer Quais sollten auch ein Auge auf Peter Burling haben. Nach einem von zahlreichen Zwischenfällen geprägten Saisonstart wird er garantiert bis zum Schluss um die vorderen Plätze mitfahren. Mit dem Stolz eines Ausnahmesportlers ist der dreifache America’s-Cup-Sieger besonders gefährlich, wenn er auf Revanche aus ist.

In Genf wie überall sonst in dieser Saison werden die Podestplätze heiß begehrt sein. Spanien hat wieder zu jener Form und Konstanz zurückgefunden, die das Team 2024 zum Gesamtsieg führte. Der Neuling Schweden besteht in Wahrheit aus einer furchterregenden Truppe erfahrener SailGP-Veteranen unter der Leitung des Australiers Nathan Outteridge und des Engländers Chris Draper. Auch das „French Flair“ von Quentin Delapierre, der hier fast ein Heimspiel bestreitet, dürfte für Furore sorgen.

In diesem extrem umkämpften Umfeld werden Sébastien Schneiter und seine Teamkollegen versuchen, das Ergebnis des Vorjahres zu wiederholen oder gar zu übertreffen. Sie wollen beweisen, dass die Schweiz mit einer Crew, die mittlerweile zu 83,3 % (5 von 6) aus Seglern aus der Genferseeregion besteht, ebenfalls in der Lage ist, schneller und höher zu steigen.

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