Mit 1.858 Segelyachten an einer gemeinsamen Startlinie verwandelte die Barcolana 58 den Golf von Triest erneut in ein spektakuläres Segelrevier. Während sich der Italiener Furio Benussi seinen vierten Gesamtsieg in Folge sicherte, feierte die von Nicolas Groux aus Genf gesteuerte MSC-Psaros 33 ihren vierten Kategoriensieg in Serie. Ein Rückblick auf eine Ausgabe, die den einzigartigen Charakter dieses Weltereignisses des Segelsports einmal mehr unter Beweis stellte.
Vom 2. bis 11. Oktober 2026 machte die 58. Ausgabe der Barcolana die italienische Stadt Triest zur Welthauptstadt des Regattasegelns. Höhepunkt der zehntägigen Festlichkeiten war die Coppa d’Autunno, bei der sich am Sonntag, dem 11. Oktober, 1.858 Segelyachten an einer gemeinsamen Startlinie versammelten … Ein einzigartiges Schauspiel, bei dem hochmoderne Maxi-Yachten auf Fahrtensegler und Amateurcrews treffen. Mitten in dieser außergewöhnlichen Flotte zog ein Schweizer Boot besondere Aufmerksamkeit auf sich: die MSC-Psaros 33, die ihre Kategorie zum vierten Mal in Folge gewann.
Die MSC-Psaros 33: ein Genfer Erfolgsprojekt
Bei seiner sechsten Teilnahme an der Barcolana stellte das MSC Sailing Team erneut sein Können unter Beweis. An Bord seiner gelb-schwarzen Psaros 33 sicherte sich die von Skipper Nicolas Groux angeführte Crew den ersten Platz in Kategorie 4 und einen bemerkenswerten 37. Rang in der Gesamtwertung. Besonders bedeutend ist diese Leistung, weil sie eine 2023 begonnene Siegesserie fortsetzt.
Eine Besonderheit dieses Projekts: Nicolas Groux segelt mit einer Crew aus MSC-Mitarbeitenden. Was ursprünglich als unternehmenseigenes Segelprojekt konzipiert wurde, hat sich nach und nach auch auf internationalem Parkett etabliert, ohne dabei seine Wurzeln am Genfersee zu verlieren.
Furio Benussi: der unangefochtene Meister von Triest
An der Spitze der Flotte ging der Sieg an Arca SGR, die 100 Fuß lange Maxi-Yacht unter dem Kommando von Furio Benussi. Der italienische Segler absolvierte die 13 Seemeilen lange Strecke in nur 1 Stunde, 5 Minuten und 9 Sekunden. Damit gewann er die Barcolana zum vierten Mal in Folge und feierte bei seiner 50. Teilnahme seinen neunten persönlichen Sieg!
Hinter ihm belegte die von Mitja Kosmina gesteuerte Prosecco DOC Shockwave3 den zweiten Platz, vor der Marta 07 mit der 19-jährigen Skipperin Marta Benussi, der Tochter des Siegers. Sie gewann zudem die Generali Women in Sailing Trophy, die das erste gemischte, von einer Frau angeführte Team auszeichnet, das die Ziellinie überquert. Eine schöne Familiengeschichte bei einer Regatta, bei der mehrere Generationen gemeinsam auf dem Wasser unterwegs sind …
Eine spektakuläre Ausgabe zwischen Taktik und idealen Bedingungen
Nach mehreren Tagen meteorologischer Unsicherheit sorgte ein Ostwind für hervorragende Bedingungen. Auf der fast 3,5 Kilometer langen Startlinie erwiesen sich die Entscheidungen bei der Positionierung als entscheidend. Arca SGR erlebte allerdings einen Schreckmoment: Ein Ausfall der Bordelektronik setzte die Yacht am Start für knapp zwei Minuten außer Gefecht, bevor Furio Benussi die Kontrolle über das Rennen zurückgewann.
Anschließend flaute der Wind allmählich ab, ohne jedoch einen Großteil der Flotte daran zu hindern, das Ziel vor der Piazza Unità d’Italia zu erreichen. Die Regatta demonstrierte eindrucksvoll die außergewöhnliche sportliche Vielfalt dieses Wettbewerbs, bei dem Profis und Amateure dieselbe Strecke segeln. Gerade diese Mischung macht den Erfolg und den besonderen Reiz der Barcolana aus.
Weit mehr als eine Regatta: ein weltweites Phänomen
Die von der Società Velica di Barcola e Grignano organisierte Barcolana gilt aufgrund der Anzahl der teilnehmenden Segelyachten weiterhin als weltweite Referenz. Doch auch die übrigen Zahlen der 58. Ausgabe sind beeindruckend: 550.000 Besuche in der Region, 21.000 Menschen auf dem Wasser und mehr als 500 Veranstaltungen an rund hundert Orten im Golf von Triest.
Von Maxi-Yacht-Regatten über Jugendwettbewerbe bis hin zu kulturellen Veranstaltungen – die italienische Stadt lebte zehn Tage lang im Rhythmus des Segelsports, und auch die Segler kamen zehn Tage lang voll auf ihre Kosten!
