Was für ein Wind!

« Es war fantastisch, wir hatten einen super Teamzusammenhalt und auch viel Wind. Wir brauchten ein bisschen Zeit, bis wir den Petit Lac hinter uns lassen konnten, ansonsten segelten wir sehr gut. Zum Rekord fehlte letztlich nicht viel, wir haben gesehen, dass es machbar ist ».
erklärt Estban Garcia, Eigentümer des Realteam.

Eine 2-Tages Wettervorhersage mit starker Bise für den Genfersee hatte das Realteam überzeugt, einen Versuch zu wagen, sich das blaue Band (Le Ruban Bleu) zu holen und den bestehenden Rekord für die Strecke Genf – Bouveret – Genf zu brechen. Seit 2014 wird Letzterer mit einer Zeit von 4 Stunden 30 Minuten von Hydros.ch gehalten, doch bei diesen Windbedingungen und sehr erfahrenen Seglern in der GC32 Klasse lag der Rekord in Reichweite. Zum Schluss fehlten dem Team um Esteban Garcia und Steuermann Jérôme Clerc gerade einmal 7 Minuten, um ihre Namen ins Palmarès des Ruban Bleu einzutragen. Allerdings ist es zurzeit noch nicht sicher, ob die Anstrengungen des Teams nicht doch noch gewürdigt werden, denn dieses hat bei der Société Nautique de Genève einen Antrag gestellt, wonach der Stundenrekord aufgenommen werden soll, das Anliegen wird nun geprüft. Die zu schlagende Durchschnittsgeschwindigkeit auf eine Stunde liegt zurzeit bei 25,63 Knoten (Hydroptère.ch).

Die jungen Segler von Team Tilt haben derweil vorübergehend ihren GC32 Katamaran gegen eine noch schnellere High-Tech-Rennmaschine eingetauscht. Die Schützlinge von Alex Schneiter reisten nämlich nach Bermuda, um dort auf dem AC45 von Emirates Team New Zealand zu trainieren. Es handelt sich dabei um ein nachhaltiges Förderprogramm, welches den jungen Seglern die Basis bietet, am nächsten Youth America’s Cup teilzunehmen. Alle Details dazu werden in der Frühlingsausgabe von Skippers vorgestellt…welche bereits kommende Woche an allen Kiosks zu finden sein wird.

Zurück auf einem Schiffsrumpf: Justine Mettraux hat an der 41. Auflage der Regatta Solo Concarneau teilgenommen und sich bei insgesamt 37 teilnehmenden Yachten auf dem 16. Schlussplatz klassiert. Ein exzellenter Rang inmitten des hochstehenden Teilnehmerfeldes der Figaro Szene. Die Seglerin aus Versoix beendete die Regatta nur zwei Plätze hinter Jérémy Beyou, der anlässlich der letzten Vendée Globe den 3. Platz erreicht hatte. In der Mini Klasse nahm Valentin Gautier gemeinsam mit Patrick Girod an der Lorient Bretagne Sud Mini teil. Bei sehr leichten und instabilen Windbedingungen: « ein klein wenig eine Lotterie », wie sie selbst zu Protokoll gaben, erreichten die beiden Segler den 10. Schlussrang. Für Valentin war es eine wichtige Regatta, plant er doch, diesen Herbst von La Rochelle aus an der Mini Transat teilzunehmen.

Ein weiterer erwähnenswerter Start ist jener des gigantischen Solar-Trimarans namens Race for Water, welcher von Lorient aus für die Dauer von fünf Jahren in See gestochen ist und sich dem Schutz der Weltmeere verschrieben hat. Er wird nicht zuletzt einen Zwischenstopp in Bermuda einlegen, um anlässlich des America’s Cup einem breiten Publikum die Notwendigkeit vor Augen zu führen, endlich gegen die Verschmutzung der Meere durch Plastik aufmerksam zu machen. Rendez-vous in Bermuda!

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